Bitte nicht alles nachmachen!

In den 50ern konnte man bei Beziehungsfragen nicht einfach googeln, Podcasts hören oder sich von Menschen auf Instagram, Facebook oder Youtube Tipps holen. Stattdessen war man auf andere Medien angewiesen.

Deshalb wurde die US-Amerikanerin Kim Marx-Kuczynski wahrscheinlich neugierig, als sie eine alte Frauenzeitschrift von 1958 kaufte, mit der Titelstory: "129 Wege um einen Ehemann zu bekommen"

Und der Kauf hat sich gelohnt. Denn Kim ist definitiv nicht enttäuscht von den vielen hilfreichen Tipps – die sie auch ihren Facebook-Followern nicht vorenthalten will!

I bought a McCall's magazine from 1958 because the cover advertised an article titled "129 Ways to Get a Husband" and it...

Posted by Kim Marx-Kuczynski on Tuesday, October 9, 2018

Fraglich ist allerdings, ob manche der Tipps auch vor 60 Jahren tatsächlich eine gute Idee waren. Ob sich so wohl deine Großeltern kennengelernt haben?

Hier sind die 10 besten Tipps, wie du einen geeigneten Ehemann findest:

1Besorg dir einen Hund und geh mit ihm spazieren.

Alles klar!

2Sorg dafür, dass dein Auto an strategisch günstigen Plätzen liegen bleibt.

Und die wären? Planung scheint erforderlich.

3Lies die Todesanzeigen, um einen in Frage kommenden Witwer zu finden.

Äh. Moment mal.

4Sei nett zu allen – sie haben vielleicht einen geeigneten Bruder oder Sohn.

Naja. Nett sein ist ja okay.

5Hab keine Angst, dich mit attraktiveren Frauen abzugeben – sie haben vielleicht Reste.

Sie haben was?!

6Lerne zu malen. Baue deine Staffelei vor einer Ingenieurschule auf.

Was zum ...?!


7Laufe mit einer Hutschachtel herum.

Ja, klar! Das ist es!

8Trage einen Verband. Leute werden fragen, was passiert ist.

Wow.

9Verdiene eine Menge Geld.

Ja, ok.

10Stell dich in eine Ecke und weine leise. Die Chancen stehen gut, dass er herüber kommen wird und herausfinden möchte, was los ist.

Was ist mit dir los, 1958?





Gerechtigkeit

Wer keine Kinder hat, soll mehr Geld zahlen – sagt Jens Spahn

Er möchte sogenannte Konversionstherapien für Homosexuelle verbieten, weiß aber nicht wie; den Pflegenotstand möchte er beenden und fordert, dass Pflegerinnen und Pfleger einfach mehr arbeiten: Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister und Mann der großen Ideen – die oft nicht allzu gut ankommen. 

Kein Problem, Jens Spahn versucht es einfach immer wieder.

Die neue Idee: Leute ohne Kinder sollen mehr als ohnehin schon in die Pflege- und Rentenversicherung einzahlen als Menschen mit Kindern. Aber wieso? Für die Gerechtigkeit, sagt Jens Spahn.

Schließlich basiere auf diesem Prinzip des deutschen Sozialstaates: "Im Umlagesystem bekommen die Alten das Geld von den Jungen – auch, wenn es die Kinder der anderen sind", schreibt Spahn in einem Gastbeitrag für die Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft". Die Rente der Alten besteht aus den Einzahlungen der Jungen. Doch leider gibt es immer mehr alte und immer weniger junge Leute – was den Kostendruck auf letztere erhöht. Das bedeutet, so der Gedanke von Spahn: Wer Kinder bekommt, leistet einen größeren Beitrag zum Erhalt des Systems als Kinderlose.

Und im Umkehrschluss müssen also Menschen, die keine Kinder haben und das System damit nicht unterstützen, stattdessen eben mehr zahlen, um es wieder gut zu machen.

Nur: Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung ist für Kinderlose bereits um 0,25 Prozentpunkte höher als für Versicherte mit Kindern. Und Menschen ohne Kinder sind häufig junge Leute: