Die Polizei ist auf einer ganz heißen Spur.

Männlich, Vollbart, "südländisches Erscheinungsbild" und auch noch kriminell – das muss Bushido sein!

Das scheint sich ein Phantombildzeichner des niedersächsischen Landeskriminalamtes gedacht zu haben, als er eine Zeichnung für eine Fahndung anfertigen sollte. Denn die Polizei Stade sucht aktuell mit diesem Bild nach einem mutmaßlichen Räuber:

(Bild: Polizei Stade)

Witzig, sieht ja aus wie Bushido, denkt man. Das Absurde: Das Bild hat nicht nur Ähnlichkeit mit dem Rapper – es IST ein Bild von ihm!

Hier ist das Original:
(Bild: dpa)

Die Polizei Stade dementiert zwar auf bento-Anfrage, dass ihr Phantombild auf dem Foto basiert. "Der Zeichner hat, wie bei jedem anderen Fall auch, anhand der Zeugenangaben das Bild erstellt", sagte ein Sprecher. Selbst auf Nachfrage besteht der Sprecher darauf: Keine Fotovorlage, alles frei Hand entstanden.

Komisch, denn wie der "Bild-Blog" zeigt, lassen sich die Photoshop-Veränderungenen am Bild sogar sehr leicht feststellen.

So einfach baut man sich ein Phantombild:
  • Foto spiegeln und etwas verzerren
  • Kette wegmachen
  • Bart verlängern
  • drei merkwürdige Punkte auf die Wange malen
  • Basecap drauf
  • Photoshop-Malfilter drüber packen (geht auch in ähnlicher Variante mit billigeren Bearbeitungsprogrammen)

Aber kann die Ähnlichkeit nicht doch ein riesiger Zufall sein – wie die Polizei sagt?

Dafür gibt es leider zu viele Übereinstimmungen. Wie im "Bild-Blog" aufgeführt, ist auf beiden Bildern sogar ein heller Fleck in der Augenbraue zu sehen. Am Kragen des T-Shirts sieht man verwischte, schwarze Spuren – die Reste der wegretuschierten Kette. Das Ohr hat genau dieselbe Form, die Falten am T-Shirt sind gleich ...

(Bild: Polizei Stade / dpa (bento-Montage))

Sorry, Polizei. Eure Geschichte ist etwas unstimmig.

Bushido findet das Ganze jedenfalls ziemlich witzig:

Danke an die Polizei in Buxtehude für den Style Tipp! Werde mit wahrscheinlich ein rotes Cap demnächst zulegen!

Posted by Bushido on Donnerstag, 30. März 2017

Auch interessant:


Gerechtigkeit

Zwei deutsche Firmen interessieren sich für den US-Mauerbau – aber nicht so, wie du denkst

Die Mauer an der Grenze zu Mexiko war Donald Trumps liebstes Wahlversprechen. Dass sie tatsächlich gebaut wird, kündigte er nur fünf Tage nach seiner Amtseinführung an (bento). Mit einer Ausschreibung wirbt die verantwortliche US-Bundesbehörde nun um Architekturbüros und Baufirmen.

Mittlerweile interessieren sich knapp 700 Firmen für das Mauerprojekt – darunter sind auch zwei deutsche Firmen. Aus Deutschland sind die bayrische Baufirma Bauer und das Münchener Architekturbüro Leupold Brown Goldbach dabei.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, das könne nun beiden Firmen Imageschäden bescheren.