Bild: WhoHaha.com
Frauen sind nicht witzig? Denkste!

Lucille Ball. Carol Burnett. Joan Rivers. Doesn’t ring a bell? Kein Wunder, schließlich wurden die Stand-up-Bühnen dieser Welt im letzten Jahrhundert fast ausschließlich von weißen, heterosexuellen Männern bespielt. Jon Stewart, Harald Schmidt, Stefan Raab oder zuletzt Jan Böhmermann.

Frauen hätten keinen Humor und würden sich ohnehin besser als passives Publikum eignen, das sich widerstandslos von den geistigen Ergüssen der werten Herren bespaßen lässt und an den richtigen Stellen klatscht. Dieser Eindruck entsteht, wenn man Podcasts wie diesen von "Mit Vergnügen" oder einmal "Frauen haben keinen" bei Google eintippt. Als Ergebnis Nummer 1 erscheint: "Keinen Humor".

(Bild: Screenshot bento)
Irgendwann musste sich etwas ändern.

Die US-amerikanische Schauspielerin und Filmproduzentin Elizabeth Banks hat vergangenen Montag die Website "WhoHaha" co-gelauncht, um Frauen endlich den Raum zu gewähren, der ihnen zusteht.

Auf der Plattform sollen Comedians wie Amy Schumer und Mindy Kaling genauso präsent sein wie 15-jährige Schülerinnen, die gerade ihren ersten Youtube-Channel gestartet haben. Gründerin Banks sucht dafür im Internet aktiv nach witzigen Frauen, um sie auf "WhoHaha" zu holen und damit einem größeren Publikum bekannt zu machen. Somit fungiert die neue digitale Plattform auch als Auffangbecken und Weiterverbreitungsmöglichkeit für bereits bestehende Formate. Fix dabei sind bereits Youtuber wie Hart, Megan MacKay, Beth Hoyt, Darmirra Brunson und Bree Essrig.

"After years of 90% of taking lead comedy roles and being forced to appear nightly on stand up stages around the globe, we are here to relieve you of your obligations.”

Die Umstände, die Stand-Up-Auftritte von Frauen über lange Zeit hinweg verhinderten, nimmt Banks gleich im ersten Promotion-Video auf die Schippe. Das Motto, das im Video verkündet wird, lautet: "Wenn Männer etwas können, dann, weil sie es von einer Frau gelernt haben. Lustige Frauen halten diesen Planeten schon seit Jahrhunderten am Leben." Was fehlt, ist ihre Sichtbarkeit.

Einen ersten Vorgeschmack liefern diese Videos:

Der erste Song handelt davon, dass Women of Color in Hollywood immer nur für dieselben stereotypen Rollen gecastet werden.

In Amy Schumers Video "Last Fuckable Day" geht es um das wunderbare Thema Alter, das für Frauen vor allem deshalb zum Problem wird, weil es von den Medien als solches dargestellt wird. Die Kosmetikindustrie dankt. Unbedingt ansehen!

Und auch auf Twitter gibt es auch schon einiges zu lachen:
Viel Erfolg, Girls.

Braucht ihr noch mehr zu lachen?


Gerechtigkeit

Charlize Theron beschwert sich über ihre Schönheit
"Pretty People Activist"

Man könnte meinen, dass man als Schauspieler in Hollywood froh sein kann, bildhübsch zu sein – oder zumindest genau das zu sein, was gerade als schön gilt. So wie die vierzigjährige Charlize Theron.

Wirklich freuen kann sie sich aber offenbar nicht über ihre Schönheit. In einem Interview mit der GQ beklagte Theron sich nun darüber, keine anspruchsvollen Rollen zu bekommen, eben weil sie so schön sei. Es gebe nun mal kaum Rollen mit wahrer Tiefe für wunderschöne Models.