Bild: rawpixel/unsplash (bento-Montage)

Früher haben sich die Eltern beschwert, wenn ihre Kinder stundenlang in den Handybildschirm gestarrt haben. Heute machen es viele von ihnen nicht anders. Mama und Papa haben das Smartphone für sich entdeckt – und wir lernen sie plötzlich auf eine ganz andere Art und Weise kennen. Zum Beispiel ihren, ähm, Humor. Manche von uns sind mit wirklich witzigen Eltern gesegnet. Andere von uns schlagen sich mit einer eher unfreiwilligen Komik herum. Wie zum Beispiel mit diesen fünf Typen von Elternhumor.

Typ A: Die Schenkelklopfer

Es gibt Humor, der altert wie Wein – Filme von Charlie Chaplin werden nur besser – und Humor, der altert eher wie Apfelschorle (kippt ziemlich schnell ins Ungenießbare). Gute Beispiele für letzteres findet man in Sitcoms aus den 80ern und, seit deine Eltern mit ihrem Kegelverein Kurznachrichten austauschen, auch auf deinem Telefon: 

Die ehemaligen Schulfreunde aus der Gruppe "Klasse 10a 1978" fanden es zum Brüllen. 


Typ B: Die Fans der bunten Seite der Lokalzeitung

Der Elterntyp B zeichnet sich dadurch aus, dass ihre brillante Cartoonsammlung von allen anderen verkannt wird. Auf das Posten von (mehreren) witzigen Cartoons folgt Stille im Familien-Chat. Vereinzelt ist Grillenzirpen zu hören. 

Wenige Stunden später poppt eine neue Nachricht auf. Noch immer keine Reaktion. Aber etwas Gesellschaftskritisches für den Nachmittag. Danke, Papa! 

Typ C: Die Zuckerwatteschleudern

Du kennst Einhörner, die auf Regenbögen mit Mäusen tanzen und ihr Leben nicht träumen, sondern leben? Dann gibt es in deiner Umgebung irgendwo einen Typ C. Egal, ob sie einen Gute-Nacht-Gruß schicken oder ein schönes Wochenende wünschen, eines muss man diesen Menschen lassen: Sie finden für jede Interaktion Meisterwerke aus der Kategorie "Photoshop am Limit" und zeigen damit ihre Liebe. Sie finden daran nichts komisch. Du aber manchmal schon.

4 Typ D: Die Doppeldeutigen

Bei diesem Elterntyp weiß man nie so ganz, woran man ist: Hat Mama das Auberginen-Emoji mit Hungersmiley gerade wirklich als Antwort auf das Bild von Brad Pitt in den Gruppenchat geworfen? Oder macht sie sie Moussaka?

🍆😋

5 Typ E: Die Abgründigen

Der Elterntyp E lässt dich oft mit einem seltsamen Gefühl zurück. Bist du einfach nur spießig geworden? Oder suchen deine Eltern eigentlich ein Gespräch? Weil sich doch hinter jedem Witz ein bisschen Schmerz und ein bisschen Wahrheit verbergen?

Aber wenn du sie ganz sanft darauf ansprichst, sind sie empört. Sie dachten eigentlich immer, du hättest einen Sinn für Humor! 


Eines haben alle fünf Elterntypen gemeinsam: sie lassen uns Kinder oftmals ratlos zurück.

Übrigens, liebe Eltern, wenn man wissen will, ob andere den eigenen Humor gut finden - es gibt da ein paar untrügliche Hinweise: 

  • Wenn die einzigen Reaktionen "😀" und "👍" sind...
  • ... oder gar keine kommt...
  • ... oder jemand dir diesen Text weiter geleitet hat...

... stehen die Chancen ganz gut, dass er oder sie dir was sagen will. 

Kein Scherz. 

Aber wir freuen uns trotzdem immer, von euch zu hören!


*Bildquelle Umfrage: Pixabay


Gerechtigkeit

CDU und SPD legen eine Idee für 219a vor – doch Kritikerinnen sind empört
Was im Papier steht – und was daran bedenklich ist.

Seit einem Jahr konnten sich CDU und CSU nicht mit der SPD über eine Lösung zum umstrittenen Paragraf 219a einigen. Der Paragraf verbietet Ärztinnen und Ärzten, "Werbung" für Schwangerschaftsabbrüche zu machen. Viele halten das für ungerecht – das Gesetz verhindere sachliche Informationen.

Die SPD will den Paragrafen streichen, die CDU ihn beibehalten. Ein Gespräch darüber wurde vor allem von der CDU immer wieder verschleppt, die Partei drohte sogar mit dem Ende der Koalition, sollte die SPD eigene Wege gehen.

Jetzt haben sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD plötzlich in einer Nachtsitzung auf einen Kompromiss geeinigt: 219a soll bleiben, aber verändert werden.

Am späten Mittwochabend waren Ministerinnen und Minister der Parteien zu der Sitzung zusammengekommen. Sie einigten sich schließlich auf fünf Punkte.

1 Was steht im Kompromiss?

  • Der Paragraf 219a soll beibehalten, aber ergänzt werden. 
  • So soll "Werbung" über Abtreibungen weiterhin verboten sein, Information aber erlaubt werden.
  • Unter anderem soll nun rechtlich ausformuliert werden, dass und wie Ärzte und Krankenhäuser diese Informationen gestalten dürfen.
  • Außerdem soll der Staat künftig auch Verantwortung für Informationen tragen – die Bundesärztekammer und die Zentrale für gesundheitliche Aufklärung sollen daher Listen mit Praxen zur Verfügung stellen, die Abtreibungen anbieten.
  • Die "seelischen Folgen" von Schwangerschaftsabbrüchen sollen näher erforscht werden.

Hier kannst du die Einigung einsehen: