Weihnachten, das Fest der Liebe – aber auch: Weihnachten, das Fest der kleinen Gemeinheiten. Zumindest, wenn man in der Familie von Judy feiert. Die Schottin spielt ihrem Vater nämlich sehr gerne Streiche. 

Einen besonders fiesen Streich hat sie sogar zwei Jahre lang geplant.

Was genau Judy gemacht hat – und wie es ausging – dokumentierte sie auf Twitter. Dort schrieb sie auch, ihr Vater hasse Rosenkohl. 2016 wickelte sie also Schoko-Kugeln von Rocher aus dem goldenen Papier aus und kleine Rosenkohl-Kugeln wieder ein.

Wer nur schnell hinlangt und sich eine Kugel in den Mund stopft, merkt erst dann, dass es keine Schokolade ist. Judys Vater ist genau so jemand – und laut Judy funktionierte es damals perfekt. Ihr Vater inhaliere die Kugeln nämlich für gewöhnlich "mit mehr als 1200 km/h", schreibt sie.

Aber kann sie ihn ein zweites Mal mit getarntem Rosenkohl hereinlegen?

Ja, kann sie. Um ihn in Sicherheit zu wiegen, wiederholte Judy den Scherz 2017 nicht noch einmal. Stattdessen gab es wieder ganz normale Schokolade zu futtern. 

Dieses Jahr an Weihnachten allerdings war die Rosenkohl-Falle wieder da – nur noch besser als beim letzten Mal. Judy wickelte nicht einfach Rosenkohl in Goldpaier, sondern tränkte Rosenkohl in geschmolzener Schokolade, streute dann Haselnussstückchen drüber und wickelte erst dann die getarnten Pralinen in Goldpapier. Sprich: Nun sieht das Gemüse sogar noch unverdächtig aus. 

Erst beim Reinbeißen kommt die böse Überraschung.

Damit alles echt aussieht, hat Judy sogar die Pralinenbox wieder zugeklebt:

Und? Fiel Judys Vater darauf herein?

Ja, schreibt sie auf Twitter:

"Er öffnete sie. Er UNTERSUCHTE sie. Er packte sie aus. Er untersuchte sie NOCH MEHR. Alle Ängste beiseite steckte er sich eine ganze Kugel in den Mund. Sein Gesicht zeigte eine ganze Symphonie an Emotionen: Befriedigung, Triumph, Selbstgefälligkeit, Bestürzung, Verwirrung, Realisation, Horror, Ekel."

So sah dann das ausgespuckte Ergebnis aus:

Die ganze Sache war mit so viel krimineller Energie perfektioniert, dass sich die Leute auf Twitter sehr über Judys Erfolg freuten. Mehr als 61.000 Mal wurde ihr Thread geteilt, 1200 Menschen kommentierten (meist beglückwünschend).

Und einer hatte eine Idee, wie es weitergehen könnte im kommenden Jahr. Denn Weihnachten, es ist ja das Fest der Liebe.


Fühlen

Ein Vater feiert Weihnachten im Flugzeug – weil seine Tochter als Stewardess arbeiten musste

Weihnachten ist für viele das Fest der Familie. Kinder kehren in die Dörfer ihrer Eltern heim und helfen bei den jüngsten IT-Problemen – oder Eltern besuchen die Bruchbuden der Kinder und erfragen den neusten Stand der Familienplanung. 

Aber was tun, wenn die Tochter an Heiligabend und dem 1. Weihnachtsfeiertag arbeiten muss? Und das auch noch als Flugbegleiterin in 10.000 Metern Höhe?

Ein Vater aus den USA hatte eine simple Lösung: einfach mitfliegen. Hal Vaughan war auf allen Flügen dabei, die seine Tochter Pierce an den Feiertagen absolvieren musste. (NBC)

Und das war sogar ziemlich riskant: Hal hat nämlich keine Flüge gebucht, sondern flog auf "Standby" mit. 

  • Das heißt: Wann immer ein Platz frei ist, kann er als Angehöriger von Pierce kostenlos mit an Bord. 
  • Das heißt aber auch: Wäre ein Maschine ausgebucht, sitzt Hal irgendwo fest, während seine Tochter weiterfliegen muss.

Es ging aber alles gut – Vater und Tochter konnten alle Strecken gemeinsam fliegen.

Ein Passagier, der auf einem Flug neben Hal saß, fand die Geschichte so rührend, dass er Fotos der beiden auf Facebook teilte. Knapp 135.000 Menschen gefällt die kleine Anekdote.