Eine Gruppe Spanier spielt einem Junggesellen den besten Streich seit Langem.

Vor der Hochzeit noch ein letzter ausgelassener Abend unter Freunden: Junggesellenabschiede sind bekannt für verrückte, leicht entwürdigende Spielchen. Eine Gruppe Spanier hatte allerdings keine Lust, einfach nur im rosa Tutu durch die Clubs zu tingeln.

Stattdessen dachten sie sich für ihren Kumpel eine besondere Herausforderung aus: Sie verbanden ihrem Kumpel die Augen, steckten ihn in ein knappes Superman-Kostüm und erzählten ihm, dass er von einer Brücke springen solle – natürlich an einem Bungee-Seil und mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Der arme Junggeselle ließ sich darauf ein und ahnte nicht, dass die ganze Aktion nur ein ziemlich guter Witz war.

In Wahrheit stand er nicht auf einer hohen Brücke – sondern am Rand eines Bordsteins.

So zeigt es das Video, das seine Freunde aufgenommen haben. Ein normales Geländer hält der Junggeselle für das letzte Gatter vor dem Abgrund. "Ostia, ostia", auf Deutsch etwa "Ach, du Scheiße", sagt er immer wieder, als ihm seine Freunde langsam die Sicherheitsgurte anlegen. Schritt für Schritt erklären ihm die Männer das Vorgehen.

"Spring nach vorne, lass dich nicht einfach nur fallen."

Die Panik des Junggesellen steigert sich noch, als er über ein Geländer klettert und scheinbar nur einen Schritt vom Fall ins Nichts entfernt ist. Trotzdem können seine Freunde den Mann überreden: Er springt tatsächlich.

Seht selbst:

Das Video verbreitete sich zunächst in WhatsApp-Gruppen. Laut Beschreibung spielt die Szene in der baskischen Stadt Irun in Spanien. Ein Facebook-Nutzer postete es schließlich in der Gruppe "Du bist nicht aus Irun, wenn...". Anschließend griffen spanische Medien das Video auf. Inzwischen hat das Video allein auf Facebook mehr als 18 Millionen Aufrufe.

Der Streich an sich ist nicht neu – vor allem im spanischsprachigen Raum scheinen recht viele Junggesellen dieses Schicksal zu erleiden.


Gerechtigkeit

Spanier in London: "Ich habe Angst, dass ich hier nicht mehr willkommen bin"
Zehntausende, meist junge Spanier flüchteten vor der Wirtschaftskrise nach Großbritannien. Nach dem Brexit-Votum müssen sie um ihre Zukunft zittern.

Die Nachricht kommt als Schock: Ausgerechnet als Vanessa Macia und ihr Mann Samiul Ali zum ersten Mal seit Jahren das Gefühl haben, angekommen zu sein, spricht sich die Mehrheit der Briten für einen EU-Austritt aus. Vier Wochen sind seitdem vergangen, und dem Paar kommt es vor, als habe jemand die "Pause"-Taste für ihr Leben gedrückt. "Wir wissen gerade nicht genau, wie es weitergeht", sagt Vanessa.

Die beiden sitzen auf einer hellen Couch in ihrem Wohnzimmer. Die kleine Wohnung liegt in einer gepflegten Gegend im Osten Londons. "Britannia Village" steht auf einem Schild an der Einfahrt. Es ist ruhig und sauber hier, auf der einen Seite fließt die Themse, auf der anderen Seite ist ein kleiner Jachthafen.

Für diese Couch, für diese Wohnung haben sie in den vergangenen Jahren viel auf sich genommen. Samiul zog 2006 aus Bangladesch nach England, Vanessa kam vor vier Jahren aus Spanien. Er teilte sich Zimmer mit Fremden, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch, sie kellnerte für wenig Geld, ging noch einmal zur Uni.