Bild: dpa/ Norbert Försterling

Ja, es stimmt: Tübingen brachte es vor zwei Jahren durch seine 32 Tonnen schwere Vagina-Skulptur zu weltweitem Ruhm. Ein amerikanischer Austauschstudent quetschte sich zwischen ihre steinernen Schamlippen vor dem Institut für Mikrobiologie; 22 Feuerwehrleute brauchte es, um ihn zu befreien (unter anderem berichtete damals The Guardian).

(Bild: dpa/ Feuerwehr Tübingen)

Aber soviel soll gesagt sein: Die Universitätsstadt Tübingen (und normalerweise auch seine Studenten und Austauschstudenten) steht für so viel mehr als für eine steinerne Riesenvagina.

Diese Dinge kennst du nur, wenn du an der Uni Tübingen studierst:


Du hast keinen Campus – dir gehört die ganze Stadt. Wilhelmstraße, Morgenstelle, die Kliniken, ja sogar im Schloss Hohentübingen werden Seminare gehalten.
Jede Uni behauptet das von sich, aber für Tübingen stimmt’s wirklich: Dort gibt es mit Abstand die mieseste Mensa.
(Bild: Giphy)
Darum verbringst du deine Mittagspause meist beim "Unckel" und kaufst dir für 5 Euro Nudeln oder eine Pizza.

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Im Sommer lümmelst du auf der Neckarinsel im Gras rum und wirfst den Schwänen Brotreste zu.
Du grillst im Botanischen Garten zwischen Slacklinern und Ballspielern.
(Bild: imago/ Michael Schick)
Du wunderst dich nicht über barfüßige Menschen auf der Straße. Oder in der Uni. Oder in der Bib. Oder egal wo.
(Bild: Pixabay)
Apropos Bib: Der Weihnachtsmann lebt in der Uni-Bib und nicht am Nordpol, wie irrtümlicherweise behauptet wird. Er sitzt dort und liest Zeitung. Immer.
(Bild: imago/ Reimund Müller)
Zwischen 14.30 und 17.30 Uhr gönnst du dir das Studierenden-Special im Hanseatica – dort gibt es den besten Kaffee.
Eines deiner Highlights im Sommer: das Stocherkahn-Rennen auf dem Neckar.

#besteswetter beim #stocherkahnrennen

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Dein Bier trinkst du oben auf dem Österberg.
(Bild: dpa/ Marijan Murat)
Tanzen gehst du im Kuckuck, im WHO.
Oder im Blauen Salon – wenn du ihn findest.
(Bild: Giphy)
Und manchmal landest du dann eben doch im Top10.
(Bild: Giphy)
Wenn du die ganze Idylle einfach nicht mehr sehen kannst, fährst du nach Stuttgart.
(Bild: dpa/ Franziska Kraufmann)
In den Semesterferien kann man "Studentenstadt" getrost durch "Geisterstadt" ersetzen.
(Bild: Giphy)
Die Fahrradfahrer regieren Tübingen. Sie haben grundsätzlich Vorfahrt.
(Bild: Giphy)
Kirchentellinsfurt ist keine Krankheit, sondern der Badesee, an dem du deine Sommertage verbringst.
Mit der sorgfältigen Mülltrennung sind Studenten von außerhalb schon mal überfordert.
(Bild: Pixabay)
Das verdankst du vermutlich Boris Palmer, dem grünen Bürgermeister der Stadt. Das mit den Fahrrädern geht wohl auch auf seine Kappe.
(Bild: dpa/ Jan-Philipp Strobel)
Aber wer sonst kann schon von sich behaupten, dass sein Bürgermeister mal zu Gast bei Roche und Böhmermann war?
YouTube/ darknight ko

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