Manchmal sind es nicht Professoren oder Studenten, die ihre Uni berühmt machen. Es kann auch eine Katze sein. So wie in Augsburg.

Kuschelig ist er, verspielt und verschmust. So zumindest sieht der rotbraune Kater der Uni Augsburg aus. Seit 14 Semestern streicht er über den Campus, fläzt sich auf Tischen, Bänken und Stühlen, und wird von Uni-Angehörigen gekrault.

Viele von ihnen machen Fotos von dem Kater, einige stellen die Bilder ins Internet, denn seit mehr als drei Jahren hat der Campusbewohner eine eigene Facebookseite. Dort wird der Kater als "CampusCat Augsburg" und als Person des öffentlichen Lebens bezeichnet. Vielleicht ist er das auch, zumindest hat er schon rund 9800 Likes. Das sind mehr als die Uni Augsburg selbst, die Hochschule schafft es lediglich auf rund 8450 Likes.

Kater wird zum Maskottchen

Das Glamourpotenzial des Katers erkannte der ehemalige Student Akilnathan Logeswaran und erstellte im Jahr 2012 die Facebookseite für das Tier, wie die "Augsburger Allgemeine" berichtet. Der Uni fehlte ohnehin ein Maskottchen, da schien der Kater ein geeigneter inoffizieller Kandidat zu sein. Mittlerweile wird die Facebookseite nicht mehr von Logeswaran betreut, sondern von drei freiwilligen Studenten. Sie posten die Bilder, die ihnen geschickt werden und schreiben kurze Texte dazu. Dabei spielen Themen wie der Semesteranfang, der Wochenstart oder das Wetter immer wieder eine Rolle.

Die Studenten hätten sich ohne die Seite wohl nie kennengelernt, berichtet die "Augsburger Allgemeine" weiter. Der Kater sei Thema in jeder Fakultät und verbinde deshalb Studenten unterschiedlicher Fächer miteinander. Der Kater soll laut der Zeitung übrigens einer älteren Frau gehören, die im Uni-Viertel wohnt, und die ihn regelmäßig füttert. Sie soll ihn aus einem italienischen Tierheim zu sich geholt haben.

Seit vier Monaten hat der Kater sogar einen Instagram-Account. Dort ist zu sehen, wie er mit anderen Artgenossen kuschelt, mit Menschen schmust oder sich in der Sonne räkelt. Fast wie ein richtiger Student - nur ohne Prüfungsstress.

Dieser Artikel ist zunächst auf SPIEGEL ONLINE erschienen.

Mehr tierische Themen:


Haha

"WhoHaha": Die neue Homebase für weibliche Comedians ist endlich da
Frauen sind nicht witzig? Denkste!

Lucille Ball. Carol Burnett. Joan Rivers. Doesn’t ring a bell? Kein Wunder, schließlich wurden die Stand-up-Bühnen dieser Welt im letzten Jahrhundert fast ausschließlich von weißen, heterosexuellen Männern bespielt. Jon Stewart, Harald Schmidt, Stefan Raab oder zuletzt Jan Böhmermann.

Frauen hätten keinen Humor und würden sich ohnehin besser als passives Publikum eignen, das sich widerstandslos von den geistigen Ergüssen der werten Herren bespaßen lässt und an den richtigen Stellen klatscht. Dieser Eindruck entsteht, wenn man Podcasts wie diesen von "Mit Vergnügen" oder einmal "Frauen haben keinen" bei Google eintippt. Als Ergebnis Nummer 1 erscheint: "Keinen Humor".