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Die Toten Hasen?

Es ist Samstag und du hast Spotify durchgespielt. Trotzdem ist noch so viel Zeit, bis die Clubs aufmachen. Twitter hilft dir! Nutzerin und Nutzer der Plattform erfinden immer wieder Ideen für absurde Wortakrobatik.

Mal sind es Sätze, die man in den unterschiedlichsten Situationen wie auch beim Sex sagen kann. Mal sind es Tiernamen, die genau das Gegenteil eines echten Tieres bedeuten – Heilbutt und Kaputtbutt zum Beispiel.

Der neuste Twitter-Sport: Den Namen einer Band oder eines Musikers mit nur einem veränderten Buchstaben zu ruinieren.

Also in etwa: Saftbefehl statt Haftbefehl. Die Ergebnisse präsentieren die Twitter-Reimer unter dem Hashtag "RuinABandNameWithOneLetter". Mal ist das recht amüsant, mal wird die Vorstellung der neuen Band echt unappetitlich.

Das sind die besten Tweets:

Toughe Rockband wird zu bravem Kloster-Chor:

Und Punker werden zu Jägers Liebling:

Oder noch eine Spur braver:

Wollen wir uns das bildlich vorstellen?

Oder gar die hier?

Wenn ein Rapper wie ein Bond-Bösewicht klingt:

Und Heldenhaftigkeit auf Durchschnitt getrimmt wird:

Die hier kennt jeder...

Die hier hingegen braucht keiner...

Mit Alkohol erträgt man alles besser. Auch Musik.

Und für alle, die bis hierhin gescrollt haben: Süße Hunde!


Gerechtigkeit

Diese arabische Prinzessin wollte fliehen und wurde gefangen – nun sollen Bilder beweisen, dass es ihr gut geht
"Wenn Sie dieses Video sehen, bin ich entweder tot oder in einer sehr, sehr, sehr schlimmen Lage."

Die Geschichte von Sheikha Latifa erinnert an einen Spionagethriller, wie ihn Hollywood nicht irrer erfinden könnte: Eine schöne Prinzessin, eingesperrt in einem goldenen Palast, ein übermächtiger Vater, der sie gefangen halten will und ein ehemaliger französischer Spion, der der Frau schließlich zur Flucht verhilft. Mit einem Jetski.

Allerdings gibt es in der Geschichte von Sheikha Latifa kein Ende à la Hollywood. Sie ist viel mehr ein trauriges Zeugnis davon, wie viele junge Frauen im Nahen Osten noch immer in Unfreiheit leben. Bis hinauf in die Herrscherhäuser.

Sheikha Latifa ist die Tochter von Mohammad bin Raschid al-Maktoum, dem Emir von Dubai. 

Die 33-Jährige hatte sich ein Leben in Freiheit erhofft, wurde aber nach eigenen Aussagen von ihrem Vater unterdrückt. Vor einem knappen Jahr scheiterte ihre Flucht – dann verschwand sie plötzlich aus der Öffentlichkeit. Menschenrechtler befürchteten, ihr Vater könne sie geschnappt und getötet haben. Seit dem mutmaßlichen Auftragsmord am saudischen Journalisten Jamal Khashoggi keine allzu abseitige Befürchtung.

Nun hat die Fürstenfamilie von Dubai nach zehn Monaten Schweigen ein Lebenszeichen von Sheikha veröffentlicht. Es wirft allerdings neue Fragen auf.

Die wichtigsten Antworten zum Fall – und wie es weitergeht:

1 Wer ist Sheikha Latifa und wieso wollte sie fliehen?

Die Frau ist eines der 14 Kinder von Mohammad bin Raschid al-Maktoum, dem Herrscher des Emirats Dubai. Sie galt die vergangenen zehn Monate als verschollen. 

Dubai bildet gemeinsam mit sechs weiteren Fürstentümern die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Das reiche Land lebt von Öl und Tourismus, Gastarbeiter halten die Wirtschaft aufrecht. Die Emire herrschen über ihre Länder und bilden zugleich die Spitze der VAE-Regierung.

Nach außen geben sich die Herrscher modern und weltoffen. Maktoum Senior inszeniert sich auf Instagram als liebender Vater und Pferdeflüsterer: