Bild: Pixabay; Montage: bento

Manchmal werden im Netz die ganz großen Fragen diskutiert. Nein, nicht so banale Dinge wie der Sinn des Lebens – sondern die echt harten Brocken. Härter als ein drei Tage altes Baguette.

Der Twitter-Account @sheepfilms hat Donnerstag ein Gif geteilt, in dem ein Baguette auf vier verschiedene Arten animiert ist. Und stellt dazu eine seitdem höchst umstrittene Frage:

Wenn sich ein Baguette bewegen könnte, wie würde es das tun?

  1. Kriecht es?
  2. Gallopiert es?
  3. Kippt es vorwärts?
  4. Oder bewegt es sich wie eine Raupe?

In nicht mal 24 Stunden hat der Tweet bereits mehr als 62.000 Retweets und 177.000 Likes gesammelt. Das Gif wurde knapp sechs Millionen Mal abgespielt – und knapp 10.000 Nutzerinnen und Nutzer antworteten darauf. 

Das heißt: Wahnsinnig viele Menschen philosophieren gerade tatsächlich über die Frage, wie sich ein Baguette bewegen würde.

In einer beigestellten Abstimmung votieren die meisten für die Kipp-Bewegung – wie soll ein hart gebackenes Baguette auch anders vorankommen? Viele andere sind aber auf Seiten der Wurmbewegung. Und du?

Aber was sagt es über dich, wenn du dich für eine Baguette-Bewegung entschieden hast? 

Da alle schon so philosophisch werden, wenden wir uns an die Meister der Philosophie – die alten Griechen. Die haben ein Prinzip entwickelt, das perfekt auf die Teigwaren-Movements passt. Hinter den vier Baguette-Formen stecken vier grundverschiedene Persönlichkeiten.

In der Antike wurde die Idee entwickelt, dass sich die Menschen in vier Temperamenttypen einteilen lassen. Jeder Typ hat positive wie negative Eigenschaften. Es gibt den Sanguiniker, den Choleriker, den Phlegmatiker und den Melancholiker. Wir haben sie etwas angepasst und sagen dir anhand deiner Baguette-Antwort, wer du bist: 

1 Das Kriech-Baguette: Du bist der oder die Schwerfällige

Du denkst, dass sich das Baguette schwerfällig vorwärts robbt, grazil wie eine Nacktschnecke? Dann bist Du Phlegmatiker, ganz klar. Diese Art der Fortbewegung sieht einfach am bequemsten aus. Dabei stört es dich auch nicht, dass der ganze Brotboden dreckig wird. Ist doch egal, was die anderen Brötchen denken, du bist eher introvertiert. Der Winter ist deine liebste Jahresszeit, weil du dich im warmen Bett vergraben kannst und nur mal ab und an in die Küche kriechst, um dir einen Tee zu holen. 

2 Das Galopp-Baguette: Du bist der oder die Heitere

Dein Baguette springt wie ein Einhorn durch die Welt? Glückwunsch, in der Temperamentlehre bist du ein Sanguiniker. Du gilst als besonders heiter und aktiv, aber auch ein bisschen sprunghaft und lässt dich leicht ablenken. Der Frühling ist deine Jahreszeit, der Wecker klingelt um 5.30 Uhr und wenn du irgendwo ein Lied hörst, singst du laut mit – oder wippst wenigstens unterm Bürostuhl mit den Füßen.

3 Das Kipp-Baguette: Du bist der oder die Reizbare

Es ist steif, also kann es nur kippen? Deine Antwort fällt pragmatisch aus, das Rumgewabbel der anderen Baguettes geht dir auf die Nerven – Glückwunsch, deine Temperamentform ist der Choleriker. Das heißt, du bist leicht erregbar – das aber nicht nur im Schlechten. Wenn dich etwas nervt, braust du auf. Wenn dich etwas begeistert, bist du mit Leidenschaft dabei.

4 Das Raupen-Baguette: Du bist der oder die Nachdenkliche

Aha, du bist also Melancholikerin. Dein Baguette kriecht wie eine Raupe durch die Welt, du magst wohl die Natur, oder? Du liebst lange Waldspaziergänge, auch abseits der Wege, fragst dich aber dabei oft: Warum? An manchen Tagen stellst du alles in Frage, aber manchmal überkommt sie dich, die Hoffnung. Die Hoffnung, dass aus deiner trockenen Baguette-Raupe eines Tages ein erhabener, wunderschöner Éclair-Schmetterling wird.

Aber was, wenn ich der Meinung bin, dass ein Baguette sich immer so fortbewegt, wie ihm gerade beliebt?

Dann geht es dir wie den meisten Twitter-Diskutanten unter dem Thread: Sie sagen, das Baguette tut, was es tun will. Mal galoppiert es, mal kriecht es nur. Der Temperamentlehre kommt das nicht ungelegen: Denn wir sind nie nur Choleriker oder nur Melancholiker, sondern nur eines ein bisschen mehr als das andere.


Streaming

Markus Lanz fragt Tom Kaulitz aus wie eine nervige Oma
"Heidi Klum liebt Kinder. Vier hat sie schon, hat sie bald fünf?"

Eigentlich fehlen nur noch die Schnittchen, trockene Kekse und der Kaffee aus der Thermoskanne für die richtige Atmosphäre. Tatsächlich sehen wir aber ein TV-Studio mit Publikum vor uns und Moderator Markus Lanz ohne graue Dauerwelle. Trotzdem erinnern seine Fragen an die von deiner Oma, die etwas zu viel über deine neue Liebe erfahren möchte.

Am Donnerstagabend waren Tom und Bill Kaulitz in Markus Lanz' ZDF-Talkshow zu Besuch. 

Um die Musik von Tokio Hotel ging es aber reichlich wenig. Was wohl die TV-Zuschauer und auch Lanz ganz besonders interessierte: Wie läuft es zwischen Tom und Heidi Klum?

Und deshalb bohrte Lanz. Immer tiefer und tiefer. Bis er schließlich bei der Frage nach der Hochzeit und gemeinsamen Kindern landete. Dann wusste auch Tom Kaulitz nicht mehr weiter. Ganz so, wenn deine Oma dich gerade fragt, wie es eigentlich mit deiner Familienplanung aussieht. 

Diese Momente katapultieren dich in das Wohnzimmer deiner Oma – so lief das Liebes-Kreuzverhör:

Im Laufe des Gesprächs zitiert Lanz einen Satz aus einer TV-Dokumentation über Tokio Hotel. Tom habe damals gesagt, er brauche nur seinen Bruder Bill und ab und zu mal jemanden für Sex. Tom rechtfertigt sich: Die Aussage sei lange her. Er habe nie an die wahre Liebe geglaubt, aber jetzt sei es ihm passiert. 

Das ist der richtige Moment für die Nachfrage. Lanz schlägt zu:

"Weil du es jetzt gerade ansprichst, lass uns kurz einen Satz drüber reden: Wie hast du Heidi kennengelernt? Wo war das? Wir reden über Heidi Klum."