Die einen lieben Donald Trump, den schwerreichen republikanischen Präsidentschaftskandidat und Immobilien-Taycoon, die anderen hassen ihn. Die Initiative "Tramps against Trump" gehört definitiv zur letzten Gruppe. Ihre Überzeugung: Jedes Kreuz, das nicht hinter Trumps Namen gesetzt wird, sollte belohnt werden. Und zwar mit einem Nacktbild.

Die Idee: Jeder, der den "Tramps" in einer privaten Instagram-Nachricht ein Selfie vor dem Wahllokal schickt, bekommt ein Nackt-Bild zurück. Zur Verfügung stehen dem Projekt knapp zwanzig Nackt-Models: Frauen, Männer und Transgender-Personen. Das ist der Plan, in der Praxis hapert es allerdings an der Umsetzung: Instagram hat ihre Seite derzeit offline genommen, weil sie nicht den Standards entspricht.

Im Interview mit Motherboard erklärt die Gründerin der Initiative ganz sachlich: "Was gefällt jungen Menschen heutzutage? Sie mögen nackte Menschen im Internet. Deshalb versuchen wir, mit Nacktfotos etwas zu verändern und Menschen zu begeistern."

Die Idee schauten sich die "Tramps" in Kanada ab: Damals honorierten "Sluts against Harper" alle Menschen mit Nacktbildern, die nicht den konservativen Präsidenten Stephen Harper wählten. Harper verlor die Wahl damals gegen Everybody’s Darling Justin Trudeau.

(Bild: http://trampsagainsttrump.tumblr.com/)

Die Gründerin von "Sluts against Harper“ glaubt – auch wenn sie derzeit offline ist – an die amerikanische Nackt-Initiative: "Niemand liebt Nacktbilder mehr als die Amerikaner. Sie haben eine übersexualisierte Porno-Kultur", sagte Jessica Simps zu "Motherboard".

Die Amerikaner diskutieren in diesem Wahlkampf viel über Sexismus und Frauenrechte. Während Hillary Clinton kurz davor ist, Amerikas erste Präsidentschaftskandidatin zu werden, fällt Trump vor allem mit sexistischen Aussagen auf – und sorgt so wohl dafür, dass ihn 63 Prozent der wahlberechtigten Frauen unsympathisch finden, das zeigen aktuelle Umfrage (SPIEGEL ONLINE). Ungünstig für Trump, schließlich machen Frauen die größte Wähler-Gruppe in den USA aus.

Die meisten Freiwilligen hinter "Tramps against Trump" arbeiten als Sex-Arbeiterinnen. Für sie sei die Wahl besonders brisant, sagt Jessica Rabbit: "Der zukünftige Präsident hat einen direkten Effekt darauf, was wir mit unserem Körper machen dürfen und was nicht."

Einen konkreten Kandidaten unterstützt die Anti-Trump-Initiative nach eigenen Angaben aber nicht. Das wichtigste Ziel: Es sollen sich möglichst viele Wahlberechtigte wegen dem Anreiz auf ein Nude-Selfie registrieren.

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