Seine Abrechnung in drei Zitaten.

Donald Trump ist unglücklich mit der Nato. Schon lange beklagt er, dass sich nicht alle – besonders nicht Deutschland – an die vereinbarten Zahlungen hielten. Vor ein paar Tagen noch drohte er mit dem Alleingang der USA, um dann aber die Bündnispartner zu loben. (bento)

Bei einem Interview mit Fox News hat er einmal mehr Unverständnis für das gesamte Konzept der Nato geäußert – und sich dann am Beispiel von Montenegro, einem winzigen Land zwischen Albanien und Serbien, festzubeißen. Der Interviewer Tucker Carlson fragt: 

"Sagen wir, Montenegro wird angegriffen. Warum sollte mein Sohn da hin, um es zu verteidigen?"

Trump antwortet daraufhin: "Genau das habe ich auch schon gefragt." Aber damit nicht genug:

"Montenegro ist ein kleines Land mit sehr starken Menschen. Sehr aggressiven Menschen. Sie könnten aggressiv werden und – Glückwunsch, da hat man den Dritten Weltkrieg."

Montenegro hat sich natürlich schnell gegen diese Aussagen gewehrt (SPIEGEL ONLINE). 

Auf einer abstrakten Ebene hat Trump einen Punkt: Militärbündnisse haben schon zu komplizierten Kettenreaktionen auf der Welt geführt. Allerdings macht er es sich natürlich zu einfach. Oder, um es mit US-Komiker Stephen Colbert zu sagen: 

Trump ist wie der Sexualkundelehrer, der zu viele wichtige Punkte überspringt.
Stephen Colbert

Colbert zeigt außerdem, wie Trump den Präsidenten von Montenegro, Dusko Markovic, beim Nato-Treffen unhöflich beiseite schiebt. Colbert dazu:

Your first name might be Dusko, but my middle name is douchebag.
Colbert als Präsident Trump

Übersetzt heißt das etwa: "Dein Vorname ist vielleicht Dusko, aber mein zweiter Name ist Idiot."

Und dann fragt Colbert auch noch:

Raten Sie mal, wer den Nato-Beitritt Montenegros abgesegnet hat?
Stephen Colbert
Die Auflösung gibt es im Video:

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