Bild: Pixabay; Montage: bento
Ah! Gut, dass Sie Handschellen mitgebracht haben!

Auf den ersten Blick wirkte die Szenerie sehr verdächtig: Eine Frau wird gefesselt, sie ist nackt. Zwei Männer beugen sich über sie, scheinen sie zu misshandeln. So zumindest will es ein Augenzeuge beobachtet haben, der von einem Treppenhaus aus in eine Wohnung im Nachbarhaus schauen konnte.

Der Mann rief die Polizei – und die stand kurze Zeit peinlich berührt vor dem vermeintlichen Vergewaltigungsopfer: Denn das Männer-Duo beging keine Straftat – sondern übte mit der Frau gerade eine Bondage-Nummer.

Die Episode sorgte nun für den wohl lustigsten Polizeibericht des Jahres – die Beamten oder Beamtinnen gaben ihm den Titel "Fifty Shades of Neustadt".

Der Vorfall ereignete sich im pfälzischen Neustadt an der Weinstraße am späten Mittwochabend. Der Mieter der Wohnung konnte nach Angaben der Polizei "zur Rede gestellt werden". Das Ergebnis:

Es war tatsächlich zur Fesselung einer (halb-)nackten Frau gekommen, allerdings mit ihrem Einverständnis und ohne Misshandlungen.

Der Mieter der Wohnung ist ein Lehrer für den japanischen Bondage-Stil Shibari. Er hatte ein Pärchen zu Gast, das die Kunst kennenlernen wollte. 

Beim Shibari verknotet ein Menschen den anderen. Was wie Folter aussieht, basiert auf großem Vertrauen und einem intimen Gespür dafür, wie weit man gehen kann, ohne den Partner oder die Partnerin zu verletzten. Die Kontrolle hat nur scheinbar der- oder diejenige, die fesselt – in Wahrheit bestimmt der ausgelieferte Partner, wie weit es geht.

So sieht Shibari aus:

Laut Polizei kam auch das Pärchen nicht zu schaden. "Beide waren wohlauf und guter Laune", heißt es im Polizeibericht. Die Einladung an die Polizisten oder, doch zur dienstlichen Fortbildung ebenfalls an dem Kurs teilzunehmen, hätten die Polizistinnen allerdings "höflich abgelehnt". 

Ob es stimmt, wissen nur die Anwesenden.


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Warum eine Bäckerei in London essbare Tampons verkauft

Eine Luxus-Konditorei in London verkauft Macarons, die wie Tampons aussehen. Sie sind mit essbarem Blut verziert. Das klingt nicht gerade appetitlich, wer die Kekse trotzdem kauft, will damit wahrscheinlich ein Zeichen setzen.

Denn die Bäckerei Ohlala sammelt für einen guten Zweck: Tausende Schülerinnen in Großbritannien gehen während ihrer Periode nicht zur Schule, weil sie kein Geld für Tampons und Binden haben, das zeigt eine Umfrage (Independent). Für diese Mädchen und Frauen, die sich keine Hygieneartikel leisten können, sammelt die Bäckerei Ohlala nun Geld. (Daily Mail)