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temlos durch die Nacht, bis ein neuer Tag erwacht! Helene Fischer knallt aus den Boxen. Dazu: Viele Männer um die 50, die beharrlich versuchen, mit Luftgewehren einen künstlichen Vogel abzuschießen. 

Das ganze Dorf trinkt Bier, der Holzboden ächzt, die Zeltwände wanken – Willkommen beim Schützenfest. Hier jobbe ich, um mir was dazu zu verdienen.

Ja, ich hätte mir auch was anderes suchen können. Aber kaum ein Nebenjob bringt so viel Geld, wie das Kellnern auf dem Schützenfest in der Bauerschaft nebenan.

Unter der Woche dann wieder Uni – mit dem Gewissen, die nächste Miete bezahlen zu können. Herrlich! 

Dachte ich. Bis es losging.

Freitags abends, erste Schicht, du bist total motiviert! Endlich Geld verdienen, anstatt unproduktiv auf dem Sofa zu gammeln! 
(Bild: Giphy )
Du putzt über die Theke, dieser Abend wird gerockt! 

Doch schon mit Einzug der Blaskapelle fragst du dich, wo du gelandet bist. Du erinnerst dich: Auch das bedeutet Schützenfest! Uff...

Die Leute sind da – und JEDER will sein Bier zuerst haben.
(Bild: Giphy )
Da du wahrscheinlich zum ersten Mal in deinem Leben ein Tablett trägst, verschüttest du zur Begrüßung alle Getränke.

Hilfesuchend wirfst du deinen Kollegen Blicke zu. 

(Bild: Giphy )
Da du selbst vom Dorf bist, weißt du, wer die Jungschützen sind. Nur, dass du sie in ihrem Aufriss kaum wiedererkennst.
Du hörst viel Seltsames. Sätze wie: "Der Vogel muss abgeknallt werden." Oder: "Der König gibt Freibier."
Du kennst Durst, aber so schnell, wie die Leute hier saufen, kannst du kaum nachschütten.
(Bild: Giphy )
Du zählst fleißig die Stunden – und Kleingeld. Auf einmal bist du dazu in der Lage, schwierige Multiplikationen im Kopf zu rechnen.
(Bild: Giphy )

Ganz toll: Wenn jemand einen Schnaps bestellt. Und gleich noch einen. Und noch einen. 

Da du hier der Renner vom Dienst bist, rennst du für jedes Pinnchen einzeln. 
(Bild: Giphy )
Wenn sich zwischendurch dein ständig in der Ecke rauchende Chef zum Tresen bequemt, tust du so, als könntest du dir keinen besseren vorstellen.
(Bild: Giphy )

Mittlerweile hast du vom Spülwasser geschundene Hände, die Haut ist schrumpelig und eingerissen. Bei den Sprüchen einiger Gäste musst du dich fast übergeben. "Hey Süße, gib mal n' Bier und deine Handynummer! Hey, du hast schöne Lippen!"

Danke. Nein. Bitte gehen.
(Bild: Giphy )
Ein Glück, dass der DJ gerade sein letztes Lied ankündigt. Zum zehnten Mal. 

Bei deutschen Schlagern bist du nach kurzer Zeit textsicher. Helene Fischer oder Andrea Berg? Scheiß drauf. Du singst einfach alles mit! 

Deine Klamotten kannst du nach diesem Abend zum Schrottplatz bringen, denn leider sind nach fünf Stunden 5000 Flecken drauf.
Das Schlimmste: Wenn alle weg sind, musst du noch aufräumen. 
(Bild: Giphy )
Wenn du aus dem Zelt trittst, stehst du in zehn Meter tiefem Schlamm. Der Weg zum Auto führt über eine plattgetretene Wiese. 

Spät nach Mitternacht kommst du zu Hause an. Deine Schuhe lassen sich kaum vom Fuß lösen. Fühlt sich verwachsen an, könnte ein Fall für den Notfallchirurgen sein.

Und dann: dieser Moment, in dem du ins Bett fällst. 

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Fühlen

Sie lieben sich seit dem Kindergarten – jetzt haben sie geheiratet
Hochzeitsantrag mit drei Jahren!

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an sollte nicht alles glauben, was Dreijährige einem erzählen. Dass sie einen Dinosaurier als Haustier haben. Dass ihr Papa Geheimagent ist. Oder, dass sie dich später mal heiraten werden. Aber manchmal stimmt es eben doch – so wie bei Matt und Laura. 

In einem Instagram-Post auf der Romantik-Seite "The Way We Met" beschreibt der US-Amerikaner Matt Grodsky die zuckersüße Liebesgeschichte. Eine seine ersten Erinnerungen sei der Moment, in dem er mit drei Jahren im Kindergarten war und verkündete, dass er Laura irgendwann mal heiraten würde. 

Aus dem mutigen Versprechen wurde eine innige Freundschaft: