Wenn wir als Kinder mal ein richtig gutes Stück Schleim in der Hand hatten, sah das meistens so aus: 

(Bild: Giphy )

Er war meistens grün, orange oder pink, Hauptsache irgendwas mit neon. Er roch nach Gummi und Steckdose, aber nicht zwingend schlecht. Und das Beste an ihm war: Man konnte ihn stundenlang kneten und ziehen und auseinanderpflücken, bis man ihn wieder in seine kleine Dose stopfte. 

Jetzt ist das Zeug zurück. 

In den USA ist der Schleim schon wieder so beliebt, dass Schulen ihn verbieten (Today). Es gibt den Schleim mittlerweile in Einhorn-Farben, in Galaxy (glitzert wie das Universum) und mit Perlen. Gelegentlich wird er auch als Anti-Stress-Ball verkauft, aber im Grunde geht es einfach nur um: Schleim. 

Der Schleim kommt aber nicht nur in Amerika gut an, auch in Neuseeland, der Türkei und vor allem Indonesien wollen sie wissen, wie man an Stoff kommt und wie man ihn selbst herstellt (Google). Der große Hype hat eine ebenso große Nachfrage ausgelöst und auf Instagram und YouTube gibt es Tausende Videos, in denen die Herstellung von Slime, wie es im Englischen heißt, gelehrt wird. 

Hier ein Beispiel:
Mit dem Schleim kann man sogar Geld verdienen. 

Eine 13-Jährige, die auf Instagram unter @Rad.Slime ihre Werke zeigt und verkauft, erzählte dem US-Portal Money, sie verdiene mit der Eigenproduktion um die 3000 Dollar - im Monat. Im Online-Shop Etsy verkaufen Dutzende Slime-Hersteller ihre Munition.

Die Herstellung ist nämlich relativ einfach: Wasser, Kleber, Lebensmittelfarbe - mehr braucht man nicht für den hausgemachten Schleim. 

Aber: Da liegt auch das Problem. 

Denn besonders gut gelingt der Schleim mit Borax, einem Mineral, das häufig in Putz- und Bleichmitteln verwendet wird. In Deutschland darf es seit 2009 nicht mehr privat verkauft werden, ist aber noch beispielsweise über das Internet zu bekommen. In Ländern wie den USA und Großbritannien sind die Regeln etwas laxer - und dort ist es bereits zu fiesen Verbrennungen mit dem Mittel gekommen (Guardian). 

Wesentlich unfallfreier ist die zweite Seite des Hypes: Videos, in denen der Schleim geknetet wird. 

Hier siehst du eine Auswahl aus Instagram:
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Warum stehen die Leute so auf den Schleim?

Das "New York Magazine" hat versucht, das herauszufinden. Die Antworten gingen alle in eine ähnliche Richtung: Ähnlich wie Foodvideos hätten die Schleim-Videos etwas Entspannendes, ja geradezu Befriedigendes. Eine 17-Jährige aus Virginia erklärte: “Es macht mich ehrlicherweise einfach glücklich und entstresst mich."


Haha

FaceApp-Hype: Erkennst du diese Promis nach ihrer Verwandlung?
Jung, heiß, alt, oder doch das andere Geschlecht? 

In den sozialen Netzwerken teilen gerade sehr viele Leute Bilder von sich, die sie mit "FaceApp" verändert haben. Innerhalb von Sekunden wird man damit zum Opi oder zum Kind, wird "heiß" (oder zumindest das, was die Macher der App darunter verstehen) oder verwandelt sich in eine andere Person. 

Das funktioniert offenbar: Die App, die es seit Anfang des Jahres gibt (bento), ist inzwischen sowohl bei Android als auch iOS in den Download-Charts ganz weit nach oben geschossen, wurde bereits millionenfach heruntergeladen.