Bild: NBC
"Ich bin 100 Mal reicher als er!"

US-Präsident Donald Trump und die Macher der Satireshow "Saturday Night Live" sind, gelinde gesagt, nicht die besten Freunde. Und auch Trump und Amazon-Chef Jeff Bezos sind, vorsichtig ausgedrückt, keine Best Buddies.

Eigentlich war es also nur eine Frage der Zeit, bis das SNL-Team mal wieder eine Breitseite gegen Donald Trump abfeuert – und sich dabei den Amazon-Chef hinzuzieht.

In der aktuellen Ausgabe schlüpft Schauspieler Steve Carell in die Rolle von Jeff Bezos. In einem für hippe Online-Firmen typischen Einspieler läuft er im Sakko durch sein Büro und verkündet großartige Pseudo-Neuigkeiten von Amazon. 

In Wahrheit ist der Werbeclip gespickt mit fiesen Seitenhieben auf Trump. Steve "Bezos" Carell tut dabei aber die ganze Zeit so, als ginge es gar nicht um den US-Präsidenten – nur, um ihn gleich wieder noch mehr zu ärgern.

So hört sich das an:

Amazon hat gerade erst verkündet, zwei neue Firmensitze in New York und Washington zu bauen. Carell erzählt nun davon, wie er auch eine Trump-Immobilie gekauft habe, die er in öffentliche Urinale verwandeln will. Aber das habe nichts mit Trump zu tun:

Einige haben spekuliert, dass ich Präsident Trump trollen will, weil ich einen Firmensitz in seinem Heimatort und einen anderen an seinem aktuellen Wohnort baue. Aber das stimmt nicht.

"Klar", gibt Carell alias Bezos dann zu, Trump habe ihn immer wieder angegriffen. Aber bei den neuen Standorten gehe es sicher nicht darum, ihm zu zeigen, "dass ich wortwörtlich 100 Mal reicher bin als er".

Außerdem kündigt der falsche Amazon-Chef einen neuen Dienst an – als Seitenhieb auf Trumps Migrationspolitik und die Tausenden Flüchtlinge, die sich gerade auf dem Weg an die US-Südgrenze befinden (bento). Mit "Amazon Caravan" würden künftig Pakete von Hunderten Migranten aus Mexiko und Honduras zugestellt werden. Nur Trumps Buch nicht, das koste mehr, weil es so schwer sei.

In weiteren Sticheleien geht er auf Trumps respektlose Aktion ein, Weltkriegsveteranen zu gedenken, weil es draußen regnete – und macht sich (zugegeben wenig originell) über seine Frisur lustig. 

Hier ist der Clip:

Was steckt hinter dem Sketch?

Eine echte Fehde zwischen Trump und Bezos. Der Amazon-Gründer ist privater Eigentümer der "Washington Post", die er 2013 für 250 Millionen Dollar übernahm. Als Multimillionär war das eher ein Schnäppchen für ihn. (Manager Magazin)

Die "Washington Post" gehört neben der "New York Times" zu den kritischsten Trump-Medien in den USA. Immer wieder deckt die Zeitung auf, wenn Trump lügt oder Fakten verschweigt. Entsprechend wütend ist Trump auf die Zeitung, regelmäßig wirft er ihr auf Twitter vor, Fake News zu verbreiten. Gleichzeitig behauptet er, Bezos Firma Amazon würde kaum Steuern zahlen und sich des US-Postdienstes bedienen. (Welt)

Bezos selbst reagierte kürzlich auf die ständigen Attacken, vor allem gegen die freie Presse:

Es ist wirklich gefährlich, die Medien zu dämonisieren. Es ist gefährlich, die Medien als Abschaum zu bezeichnen, es ist gefährlich, zu sagen, dass sie der Feind der Menschen sind.

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