Bild: Saturday Night Live
Trumps Reaktion beweist es.
Saturday Night Live. Tremendous! Great humour! So good!

Während ich diese poetischen Zeilen schreibe, setzt der künftige Anführer der freien Welt (oder so) einen wirren Tweetstorm ab. Und schreibt in Versalien.

Das kann man bedenklich finden. Schließlich gefährdet Donald Trump mit seinen oft völlig frei erfundenen Behauptungen das Vertrauen in die demokratischen Institutionen. Mehr dazu hier:


Oder man kann sich darüber lustig machen und zeigen, wie absurd Trumps Gebaren ist. Die Macher von Saturday Night Live haben sich für diese Option entschieden und seine Tweets in einem neuen Sketch aufs Korn genommen:

Classroom Cold Open

Inside President-elect Donald Trump’s Twitter strategy.

Posted by Saturday Night Live on Sunday, December 4, 2016



Und wie reagiert ein waschechter Narzisst darauf? Richtig, genau so:

Damit beweist Trump einerseits wie dünnhäutig er auf satirische Kritik an ihm reagiert. Und er zeigt natürlich ganz nebenbei, wie richtig Saturday Night Live mit der Kritik liegt. Es ist ein bisschen wie bei Böhmermanns #Varoufake: Die Realität ist Teil des Witzes.

Schon im Oktober hatte Trump (natürlich per Tweet) gefordert, die Show abzusetzen.

Dieses Mal ließ Alec Baldwin die Kritik an sich und der Show nicht auf sich sitzen. "Veröffentliche deine Steuererklärung und ich höre auf", twitterte seine Stiftung am Sonntagnachmittag.

Donald Trump hatte sich im Wahlkampf geweigert, seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Die New York Times hatte vor der Wahl vermutet, dass Trump womöglich seit 18 Jahren überhaupt keine Einkommensteuer gezahlt hat.

In der ersten Fernsehdebatte mit Hillary Clinton hatte er die Vorwürfe, er würde keine Steuern zahlen, nur so kommentiert: "That makes me smart." (Mehr zu den Vorwürfen hier bei bento)


Gerechtigkeit

Warum die Wahl in Österreich so wichtig war
Erklärt in 60 Sekunden: Es geht um mehr als einen Präsidenten.
Österreich wählt am Sonntag in Neuwahlen einen Bundespräsidenten.

Warum ist das wichtig? Zur Wahl stehen der Rechtspopulist Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen, der den österreichischen Grünen nahesteht.

Beide standen bereits Ende Mai zur Wahl – Van der Bellen hatte damals knapp gewonnen (bento). Dann wurde die Wahl jedoch wegen Verfahrensfehlern annulliert (bento). Bei der Neuwahl hat nun Hofer die besseren Karten.