Und Alec Baldwin ist natürlich wie immer: großartig.

Mit den neuesten Problemen von Donald Trump Schritt zu halten, ist gar nicht so einfach.

  • Mal retweetet er IS-Propaganda-Videos, die er irgendwo auf Twitter entdeckt hat;
  • mal nennt er eine Senatorin Pocahontas – vermutlich, weil sie nach eigener Aussage von amerikanischen Ureinwohnern abstammt;
  • und ständig ist da die Frage, wie sehr ihm Wladimir Putin im Wahlkampf geholfen hat – und ob Trump davon wusste. 

Aber zum Glück gibt es ja "Saturday Night Live". Wie fast jede Woche hat Alec Baldwin auch diesen Samstagabend Donald Trump auf die Schippe genommen. Ganz nebenbei fasst die Show natürlich auch zusammen, wer oder was Donald Trump gerade besonders in Bedrängnis bringt. Dieses Mal ließen die Macher der Show die Geister erscheinen, die Donald Trump derzeit heimsuchen dürften, wenn er alleine im Oval Office sitzt.

Eingeführt werden sie von Michael Flynn – dem Geist des Überläufers

Der Geist des ehemaligen Trump-Sicherheitsberaters eröffnet den Sketch. Er erscheint in Ketten, genau wie der Geist von Jacob Marley in Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte. Das passt, schließlich hat Flynn sich gerade sich schuldig bekannt, über Trumps Russland-Kontakte gelogen zu haben. Er kooperiert nun mit den Ermittlern, um eine geringere Strafe zu erhalten – und könnte Trumps Regierung belasten. Er sagt:

„Mister President, ich bin gekommen, um sie zu warnen. Es ist Zeit, reinen Tisch zu machen, zum Wohle des Landes.“

Schließlich erscheinen Trump drei weitere Geister – die man wie in Dickens' Weihnachtsgeschichte durchaus als Geister aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft interpretieren kann.

Billy Bush – der Geist der Vergangenheit

Der Moderator wurde von NBC entlassen, weil er mit Donald Trump in einem Van saß und herzlich lachte, als Donald Trump erzählte, wie er Frauen sexuell belästige: "Ich warte nicht mal. Wenn du ein Star bist, lassen sie es dich tun, du kannst alles tun... ihnen an die Muschi packen."

Die Aufnahme des Gesprächs wurde kurz vor der US-Wahl von der Washington Post veröffentlicht. Trump gewann trotzdem. Bei Saturday Night Live sagte der Bush-Geist nun:

„Ist es zu fassen, dass ich gefeuert wurde, nur weil ich dir zugehört habe?“

Kurzes Zwischenspiel: Melania Trump

Melania fordert Donald auf, endlich zur Party nach unten zu kommen, um ihre Dekoration zu bewundern. Tatsächlich ist die Dekoration dieses Jahr eher düster ausgefallen.

Wladimir Putin – der Geist der Gegenwart

Schauspieler Beck Bennett mimt erneut den coolen Putin. Er erscheint natürlich mit nacktem Oberkörper, um sicherzustellen, dass sein Investment, der amerikanische Präsident auch tut, wie ihm geheißen.

„Wir investieren so viel Arbeit in dich, so viel Zeit und Geld. Und du bist drauf und dran es alles kaputt zu machen.“
Hillary Clinton – der Geist der Zukunft?

Trumps ehemalige Konkurrentin bekennt: Sein langsamer NIedergang bereite ihr sexuelle Genugtuung. Und fordert das, was der Präsident und seine Anhänger schon seit Jahren mit ihr machen wollen: Trump gehöre ins Gefängnis. 

„Lock him up!“

Hier kannst du dir das gesamte Video anschauen:

White House Christmas Cold Open

Michael Flynn — the Ghost of Witness Flipped — warns President Trump about a few Christmas visitors.

Posted by Saturday Night Live on Saturday, December 2, 2017

Die Parodien von Alec Baldwin laufen nun seit bald einem Jahr. Viele feiern den Schauspieler dafür, manche finden es mittlerweile langweilig.

Was meinst du: Ist die Trump-Nummer bei SNL immer noch großartig? Oder längst ausgelutscht?

Hier kannst du alle "Saturday Night Live"-Trump-Sketche sehen:

Das sind die bisherigen Trump-Sketche bei "Saturday Night Live":

1/12

Gerechtigkeit

Ex-Berater Flynn will in der Russlandaffäre auspacken – was das für Trump bedeutet
Antworten auf die 6 drängendsten Fragen.

Donald Trump hat es geahnt. Bei einem Besuch der US-Küstenwache warnte er vorige Woche düster vor Gefahren aus den eigenen Reihen: "Man weiß nie bei einem Verbündeten. Ein Verbündeter kann sich gegen einen wenden."

Damals klang dieser Satz noch rätselhaft. Jetzt ist klarer, wen der US-Präsident gemeint haben könnte.