Und der kommt mit!

Zehn Freunde aus Bristol wollen Urlaub machen – es soll nach Mallorca gehen, um den 30. Geburtstages eines Kumpels aus der Gruppe zu feiern. Mit dabei: Frauen und Männer, die endlich mal wieder zusammen die Sonne genießen (und vielleicht auch ein bisschen feiern) wollen.

Das Problem: Einer aus der Gruppe sagt wenige Tage vorher spontan ab – Joe McGrath kann doch nicht mitfliegen, muss kurzfristig zu Hause bleiben.

Was tun? Das Ticket verstreichen lassen und zu neunt fliegen? 

Für die Clique kommt das nicht in Frage. Ihnen kommt eine geniale IdeeJemanden mitnehmen, der auch Joe McGrath heißt!

Auf Facebook suchen sie nach einem solchen. Und finden einen. 

Das ist Joe McGrath – kein Freund der Gruppe, sondern der fremde, unbekannte Joe McGrath aus Manchester:
Ohne jede Vorwarnung bekommt er diese Nachricht auf Facebook:

"Hey Joe. Würdest du mit neun Fremden auf Reisen gehen, wenn sie den Flug, das Hotel und alle weiteren Kosten für dich übernehmen? 

Unser Freund Nathan wird 30 und wir wollen auf Mallorca eine Überraschungsparty für ihn schmeißen. Leider kann unser Freund Joe McGrath nicht mit!"

Der Unbekannte fragt dann, ob Joe McGrath für Joe McGrath einspringen könne. Ein Ticket mit diesem Namen gibt es schließlich schon:
Joe McGrath überlegt nicht lang und sagt zu.

Hier seht ihr ihn kurz vor dem Abflug:
Hier posiert Joe mit seinen neuen Freunden auf Mallorca:
Zwischendurch zeigt er auch mal sein Essen:
Oder er meldet sich direkt vom Pool:
Joes Fazit nach der Reise:

"Ich hätte niemals 'Nein' sagen können", sagt er Boredpanda. "Die waren alle so toll! Ich habe vier Tage nicht geschlafen! Dafür habe ich neue Freunde. Es war einfach nur mega!"


Fühlen

Was ich über Freundschaft gelernt habe, nachdem meine Eltern gestorben sind

Als ich mit 28 Jahren meinen Vater an die unheilbare Nervenerkrankung ALS verlor, war ich plötzlich Vollwaise. Meine Mutter war 13 Jahre zuvor an Brustkrebs gestorben, seitdem bestand unsere Familie nur noch aus meinem Bruder, meinem Vater und mir. Auch wenn sein Tod nicht unvorhergesehen kam, war der Schock, nun ganz ohne Eltern zu sein, sehr groß.

Plötzlich stand ich vor der schwierigen Aufgabe, mich gemeinsam mit meinem Bruder um die Hinterlassenschaften zu kümmern und eine Trauerfeier zu organisieren. Zudem musste mich mit einer großen Menge an Bürokratie herumschlagen. Ich war froh, gute Freunde zu haben, die in dieser Zeit viele Dinge für mich in die Hand genommen haben, da ich oft unfähig war, selbst Entscheidungen treffen zu können. Wie kommen wir zum Begräbnis, wie transportieren wir die Erinnerungen und Möbel zurück nach Berlin? Solche organisatorische Fragen haben mich lange überfordert.

Man sagt, dass Hinterbliebene in ihrem Trauerprozess oft Freunde verlieren. Diese Erfahrung habe ich ebenfalls gemacht. 

Viele Menschen in meinem weiteren Umfeld wussten nach dem Tod meines Vaters nicht mehr, wie sie mir begegnen sollten. Ich spürte, wie sich viele krampfhaft darum bemühten, den riesigen Elefanten, der ganz offensichtlich im Raum stand, nicht anzusprechen.