Seit Pokémon Go die Menschen in Scharen auf die Straßen treibt, unken immer wieder Leute, dass das ja ein ziemlich dämlicher Grund sei, um vor die Tür zu gehen. Zu wirklich wichtigen Ereignissen, zum Beispiel Demonstrationen, gehe ja auch keiner.

Dass man beide Anliegen unter einen Hut bringen kann, haben nun die Aktionsbündnisse "Love, Beats & HappyBass" und "Unbesorgte Bürger gegen Nationalismus und Rassismus" bewiesen: Unter dem Hashtag #Pegimon trafen sich gestern Abend in München Pegida-Gegner zu einer Gegendemo und zum gemeinsamen Pokémon-Fang. In der bayrischen Landeshauptstadt marschierte Pegida gestern das erste Mal seit längerer Pause.

Und für alle, die abseits vom Odeonsplatz die rassistischen Pegimon beobachten wollen, hier die geplante Route. Sie fü...

Posted by Love, Beats & HappyBass on Monday, July 18, 2016

"Wir wollten der Hetze etwas Spiel und Spaß entgegensetzen", sagte ein Teilnehmer dem Bayerischen Rundfunk. Organisiert wurde der kreative Protest am Odeonsplatz hauptsächlich von Studenten und Künstlern. Mithilfe von Lockmodulen sollten sehr seltene Pokémon auf den Platz gelockt werden.

Das hat heute wirklich Spass gemacht mit euch, mal ein bisschen was anderes und wieder wirklich gute Stimmung beim...

Posted by Love, Beats & HappyBass on Monday, July 18, 2016

Richtig groß sei die Anzahl der Pokémon spielenden Gegendemonstranten allerdings nicht gewesen, sagte ein Polizeisprecher zu bento: "Das war ein Flashmob, aber keiner, der wirkliche politische Aussagekraft hatte."

Neben der nett gemeinten Pokémon-Spielerei kam es allerdings zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Gegendemonstranten und Polizei, wie ein Fotojournalismus-Projekt dokumentiert. Unter anderem soll ein Beamter einer Demonstrantin mit einem Faustschlag das Nasenbein gebrochen haben.

Lass uns Freunde werden!

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Art

Poetry-Slammer schreiben die besseren Bücher. Hier sind sieben Beweise
Lustig, lyrisch, sachlich, englisch.

Poetry Slam muss live sein. Das Genre lebt vom Rhythmus des Vortrags; vom leichten Zittern des Notizblattes, das der Künstler vor sich hält; vom Lachen, Klatschen und Dazwischenrufen des Publikums; von der Atmosphäre im Raum und dem Bier in der Hand. Wenn man all das abzieht, ist das kein Poetry Slam mehr, sondern, sondern…

…richtig gute Literatur! Zumindest manchmal. Denn die Qualitäten, die einen guten Slammer ausmachen – Mut, Sprachgefühl und Humor – gehen nicht verloren, wenn man die Texte zu Hause im Bett liest. Manchmal kommen sie so sogar noch besser zur Geltung. Wie bei den Texten der Autoren, die wir euch hier sehr empfehlen.