Wir wollen auch so ein niedliches Küken!

Dürfen wir vorstellen: Das ist Albert – ein Küken aus dem Supermarkt. Nein, kein Küken, das man dort lebend kaufen kann, sondern das aus einem Ei geschlüpft ist.

Die Niederländerin Fionna Bottema kam vor einigen Wochen auf die Idee, die Wachteleier der Kette Albert Heijn auf eine Brutmaschine zu legen. Eigentlich sollte es nur ein Test sein, aber nach zwei Wochen schlüpften aus sieben der 24 Eier kleine Küken (Die Welt). Jetzt eifern der Frau hunderte Niederländer nach und wollen Wachtel-Mama und Wachtel-Papa werden.

Auf ihrem Hof habe Fionna bereits viele Vogelarten, darunter Eulen. Deshalb habe sie sich auch einen Inkubator zugelegt, sagte sie im Interview mit nrc.nl. Der Test mit den Wachteleiern sei nur als Spaß gedacht gewesen. Nach ihrer Entdeckung gründete Fiona Bottema eine Facebook-Gruppe namens "De superbroeders". Sie suchte Nachahmer, um zu beweisen, dass es noch mehr befruchtete Wachteleier im Supermarkt gibt. Mittlerweile hat die Gruppe über 430 Mitglieder.

Und tatsächlich, es war kein Einzelfall. Mehrere Wachteln schlüpften in den Niederlanden. Und eine von ihnen, der süße Albert, wurde zu einem kleinen Superstar. Fast 800.000 Klicks bekam sein erstes Video. Jetzt ist Albert schon ein ganzes Stück größer:

Was sagt das Unternehmen dazu?

Die Supermarktkette Albert Heijn sagt, es müsse sich um einen Fehler handeln. Hähne und Hennen würden getrennt gehalten, und Eier seien deshalb in der Regel nicht befruchtet. "Wir vermuten, dass in diesem Fall ein Hähnchen übersehen worden ist und sich mit einer weiblichen Wachtel unterhalten hat", sagte ein Sprecher der "Welt".

Der Schweizer Eierproduzent Martin Rusch schloss nicht aus, dass einige Hähne die Eier befruchtet haben könnten. "Befruchtete Eier sind in jeglicher Hinsicht unproblematisch für den Kunden. Beim verarbeiten, kochen und essen gibt es null Unterschied zu den unbefruchteten", sagte er der niederländischen Zeitung NRC.