Jim und Dylan beantworten Briefe, die an Santa Claus adressiert sind und erfüllen mit Hilfe von Spenden die Wünsche von Kindern

Der Weihnachtsmann lebt in einem Reihenhaus in Manhattan. Das glauben zumindest hunderte New Yorker Kinder, die auf die Rückseite ihren Wunschzettel nicht Nordpol, sondern Number 7, 22nd Street, 10010 New York schrieben - und einen beantworten Brief zurück bekamen.

Eigentlich waren dort aber nicht Santa Claus und seine Frau, sondern Jim und sein Mann Dylan zuhause.

Den ersten an Santa Claus adressierten Weihnachtswunsch hielt Jim noch für eine seltsame Verwechslung, ein paar Jahre später häuften sich jedoch immer mehr geheimnisvollen Briefe an. Jeden Tag erreichten Jim neue Wunschzettel - einige von ihnen fröhlich, viele traurig und fast alle aus der Nachbarschaft.

Es schrieben Kinder aus der Bronx, Brooklyn oder Manhattan, die dem Weihnachtsmann ihre Geschichte erzählen wollten und auflisteten, was sie sich dieses Jahr zu Weihnachten wünschen. Das Paar entschied sich dafür, die Weihnachtspost nicht unbeantwortet verstauben zu lassen, sondern so viele Briefe wie möglich und Geschenke zurück zu schicken.

Denn was viele der Texte gemeinsam hatten: Sie kamen von Kindern, deren Eltern sich keine Geschenke leisten konnten. Ein Junge fragte nach einem Bett, ein Mädchen wünschte sich warme Kleidung und Windeln für ihre Geschwister.

Weil Jim und Dylan nicht alle Wünsche der Kinder alleine erfüllen konnten, wendeten sie sich an Freunde und Bekannte: "Ich fing an Menschen von den Briefen zu erzählen und bemerkte, dass die Menschen helfen wollten.", erzählte Jim BuzzFeed.

Über die Facebook-Gruppe Miracle on 22nd Street sammelten die beiden Spenden, und fanden Freiwillige die beim Beantworten der Briefe halfen. Mittlerweile leben Jim und Dylan in London. Die Briefe bleiben aber auch dieses Jahr dank der Mithilfe aus der ganzen Welt nicht unbeantwortet.

So lustig können Wunschzettel sein
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Warum die Briefe gerade in der 22nd Street ankamen, können sich Jim und Dylan bis heute nicht so genau erklären.

Vielleicht wurde die Adresse in einem Kirchen-Newsletter abgedruckt, möglicherweise hat es auch etwas mit dem Autor Clement Clarke Moore zu tun, der in einem Haus in der Nähe wohnte und nach der Veröffentlichung seiner berühmten Weihnachtsgedichte "Twas, the Night Before Christmas" 1823 selbst viel Weihnachtspost erhielt.

Das Paar hat aufgehört zu fragen und akzeptiert lieber den Zauber der Weihnacht: "Ich habe gelernt, dass unser Beitrag zu etwas Größeren als uns selbst, viel glücklicher macht als sich auf seine eigenen Wünsche zu konzentrieren." (BuzzFeed)

Vielleicht war die Anschrift des Reihenhaus auf der 22. Straße in Manhattan eben doch nicht die falsche Adresse, sondern genau die richtige.


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