"Listen Santa to what I say, A girl's best friend is equal pay"

Das Lied "Santa Baby" ist ein Klassiker aus dem Jahr 1953. Allerdings stammt auch der Text aus dem Jahr... 

Miley Cyrus hat jetzt, als sie in der "Tonight Show" mit Jimmy Fallon zu Gast war, gemeinsam mit Jimmy Fallon und Mark Ronson ihre ganz eigene, feministische Version von "Santa Baby" präsentiert.

Worum geht es in "Santa Baby"?

Im Original, das Joan Javits und Philip Springer im Jahr 1953 geschrieben und mit "Eartha Kitt and friends" aufgenommen haben (hier geht's zum Original), singt eine Frau in verführerischem Ton, was sie sich vom Weihnachtsmann wünscht. Ihre Wünsche sind dabei ziemlich materialistisch und werden im Laufe des Liedes auch immer teurer. 

Es beginnt mit einem Zobelmantel, geht über einen Diamantring und Cabriolet und steigert sich bis zur Besitzurkunde für eine Platinmine.

Weitere bekannte Versionen von Santa Baby gibt es von Madonna (1987) oder Kylie Minogue (2011).

Was ändert Miley Cyrus jetzt an dem Text?

Sie macht ein kleines "Update" und holt das Lied ins Jahr 2018. Denn ja, lieber Weihnachtsmann, inzwischen verdienen Frauen ihr eigenes Geld.

"Ich möchte keine Diamanten, Bargeld oder Aktien,
Nichts, was in einer Schachtel kommt,
Keinen Schwachsinn mehr, ich hatte genug
Und ich kann meine eigenen Sachen kaufen."

Statt materialistischen Dingen möchte sie etwas anderes vom Weihnachtsmann: Sie macht auf aktuelle Probleme der Frauen aufmerksam.

"Hör mal, Santa, was ich sage: 
Der beste Freund eines Mädchens ist gleiche Bezahlung. 
Hör auf, mich zu unterbrechen, wenn ich rede
Und schick mir keine Bilder von deinem ***"

Oder auch:

"Santa Baby, ich würde gerne sicher sein, dass mein Arsch nicht begrapscht wird
Auf Arbeit." 

Hier kannst du dir den Auftritt von Miley Cyrus und Mark Ronson bei Jimmy Fallon ansehen:

Und hier ist der Text zum Mitlesen und wirken lassen:

Santa, baby, I hear you’ve got some presents 
For me, Miley
I've been an awfully good girl,
Santa baby, so hurry down the chimney tonight 

Santa, baby, I don’t fancy any fancy jewelry, not me
I’ve got something else in mind
Santa baby, and i don’t need your presents tonight 

Don’t want diamonds, cash or stocks
Nothing that comes in a box
No more fluff, I’ve had enough
And I can buy my own damn stuff 

Santa baby, I’ve got a baller car of my own,
No loans,
And I bought it myself
Santa baby, with zero help from Elf on the Shelf 

Listen Santa to what I say
A girl's best friend is equal pay
Stop interrupting me when i talk
And don’t text me pictures of your *** 

Santa baby, I'd love to know my ass won't get grabbed
At work
By some ignorant jerk
Tell the dirtbags, to put away their chimneys tonight 

Sorry, Santa Just put away your chimney tonight!
Just put away your chimney tonight!


Today

Ungarns Präsident unterzeichnet "Sklavereigesetz" – Zehntausende gehen auf die Straße
Die Begründung für das Gesetz ist lächerlich

Der ungarische Präsident Janos Ader hat am vergangenen Abend das umstrittene neue Arbeitsgesetz unterzeichnet. Wie SPIEGEL ONLINE berichtet, erklärte Ader, die neuen Bestimmungen würden nicht die Rechte der Arbeitnehmer verletzen. Zehntausende Demonstranten gingen aus Protest auf die Straße.

Was ist in Ungarn los?

Das "Sklavereigesetz", wie die Opposition es nennt, wird heftig kritisiert. Unter anderem erlaubt es Arbeitgebern von ihren Mitarbeitern 400 statt bis zu 250 Überstunden pro Jahr zu verlangen. Zudem dürfen Unternehmen Gehaltszahlungen bis zu drei Jahre hinauszögern. Gewerkschaften zu Folge sei dies gleichbedeutend mit einer verdeckten Einführung einer Sechs-Tage-Woche.

Alleine die Ankündigung des Gesetzes hatte Massenproteste zur Folge (bento).

Wie begründet die Regierung das Gesetz?

Bei einer Stellungnahme zum Gesetz kommentierte Ader, er sei davon überzeugt, dass das Gesetz nicht strenger sei, als die Überstundenregelungen in vergleichbaren EU-Ländern. Nun hoffe er auf ruhige und friedliche Festtage.

Ob es die geben wird, ist fraglich. Die rechtsextreme Oppositionspartei "Jobbik" kündigte an: "Wir besorgen uns Rauchgranaten, morgen wiederum statten wir dem Sandor-Palais (Sitz des Präsidenten Anm. d. Red.) einen Besuch ab."

Die Verabschiedung des Gesetzes hatte die größte Protestwelle gegen die rechts-nationale Regierung seit des Amtsantritts von Ministerpräsident Victor Orbán ausgelöst. Auch für Freitag sind erneut Proteste in Budapest angekündigt. In den vergangenen Tagen wurden dutzende Demonstranten bereits verhaftet. Auch mehrere Polizisten wurden verletzt. 

Mit Material von dpa