Am Dienstag haben die Amerikaner gewählt. Bei den Midterms, also den US-Zwischenwahlen, haben die Demokraten im Repräsentantenhaus die Mehrheit erobern können. Donald Trumps Republikaner behalten die Mehrheit im Senat. (Hier mehr dazu)

In den sozialen Netzwerken zeigten zahlreiche Prominente ihren Fans, dass auch sie gewählt haben, einige von ihnen teilten auch lustige Geschichten vom historischen Tag. 

Einer von ihnen: Der Journalist McKay Coppins.

Seine 5-jährige Tochter scheint nämlich etwas missverstanden zu haben.

"Meine Frau und ich kamen vom Wählen nach Hause und dort erwartete uns unsere 5-jährige weinende Tochter. Sie war unglücklich, weil sie uns nicht begleiten konnte. Also nahm ich sie mit zur Wahlstelle und hielt eine patriotische Rede über Amerika und Demokratie. Auf dem Heimweg erzählte sie mir dann, dass sie dachte, ihre Mutter hätte gesagt, wir gehen Bootfahren." 

Na gut, "voting" und "boating" klingen auch verdammt ähnlich.

Außerdem scheint McKays Tochter nicht die einzige gewesen zu sein, die das mit dem Wählen falsch verstanden hat. Unter seinem Post antworteten auch zahlreiche andere Nutzerinnen und Nutzer mit ähnlichen Verständnisproblemen.

Hier noch eine Sticker-Idee für die nächsten Wahlen:


Gerechtigkeit

Private Seenotretter kehren zurück aufs Mittelmeer
Drei Fragen und Antworten zur Lage südlich von Europa

Über Monate hinweg gab es auf dem Mittelmeer praktisch keine private Seenotrettung. Verschiedene Länder blockierten die Schiffe von Nichtregierungsorganisationen – jetzt kehren einige von ihnen zurück auf See. (taz)

Welche Schiffe sind unterwegs?

Am Dienstag erreichte das italienische Rettungsschiff "Mare Jonio" die Küste vor Libyen. Das Schiff wurde unter anderem von italienischen Parlamentariern finanziert, Unterstützung bekommt die Initiative auch von der deutschen Rettungsorganisation Sea-Watch. (Frankfurter Rundschau)

Deren Schiff "Sea-Watch 3" durfte im Oktober Malta verlassen, nachdem sie dort seit Juni festgesetzt war. Im Moment befindet sich das Schiff für Wartungsarbeiten in einer spanischen Werft, soll aber bald wieder Menschen in Seenot retten. Man bereite sich auf neue Einsätze vor, sagte Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer.

Die deutsche "Lifeline" ist seit Ende Oktober wieder mit einem neuen Segelboot unter deutscher Flagge im Mittelmeer unterwegs. Mit an Bord sind unter anderem 180 Rettungswesten und Vorrat für 300 Mahlzeiten für Schiffbrüchige. Das ursprüngliche Schiff der Seenotretter war im Sommer von den maltesischen Behörden beschlagnahmt worden. (MDR)

Das Schiff "Seefuchs" des Regensburger Vereins Sea Eye fährt seit vergangenem Freitag unter deutscher Flagge, nachdem es monatelang in Malta festsaß. Der "Seefuchs" soll nun allerdings verkauft werden – die Rettungsorganisation hat nach eigenen Angaben bereits ein größeres Schiff erworben.

Wie ist die Situation auf dem Mittelmeer?

Bislang sind in diesem Jahr rund 100.000 Migrantinnen und Migranten in Europa angekommen, fast die Hälfte von ihnen in Spanien. Im gleichen Zeitraum waren es im Vorjahr noch etwa 154.000. (IOM)

Mindestens 1989 weitere sind bei der Überfahrt auf dem Mittelmeer ertrunken – die meisten von ihnen im zentralen Mittelmeer. Dort überlebten mehr als fünf Prozent der Migranten die Reise nach Europa nicht. Im Vorjahreszeitraum lag ihr Anteil noch bei weniger als der Hälfte.

Was bedeutet das?

Die Abschottung, wie sie vor allem von Italien und Malta vorangetrieben wurde, sorgt offenbar für mehr Todesfälle im zentralen Mittelmeer. Seit 2017 setzt die EU darauf, dass die libysche Küstenwache Migranten aufgreift und sie zurück in das Land bringt. 

Auch deshalb waren im Sommer verschiedene Schiffe privater Seenotretter festgesetzt worden, zwischenzeitlich gab es vor der Küste von Libyen gar keine privaten Schiffe, die Menschen in Seenot retteten. Im Juli stoppte Italien zudem die EU-Rettungsmission "Sophia".

Im Sommer stiegen deshalb auch die Opferzahlen im zentralen Mittelmeer – gleichzeitig verschob sich der Hauptweg von Migranten nach Westen, wo mittlerweile der Großteil von ihnen versucht, über Spanien nach Europa zu gelangen.