Die Fluggesellschaft Aeromexico schaltet sich in die Debatte über eine Grenzmauer ein – mit einer kreativen Werbekampagne. Es geht darum für Reisen von den USA nach Mexiko zu werben, Geld zu verdienen – aber auch um ein politisches Statement. (USA TODAY)

Was ist gerade los in den USA?

Viele Regierungsmitarbeiter und Behördenpersonal wurden in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Der Grund: Ein Streit um die Haushaltsausgaben. Donald Trump will Geld, um die Mauer zu Mexiko bauen zu lassen, die Demokraten wollen das nicht. Bis sie sich mit den Republikanern nicht geeinigt haben, herrscht der sogenannte Shutdown – vieles geht nicht mehr, auch in der Küche des Weißen Hauses. Kürzlich musste Trump schon Fast-Food-Burger kaufen lassen, um Gäste im Weißen Haus zu versorgen. (bento)

Die Lage ist angespannt, zwischen dem Präsidenten und den Demokraten – und vor allem zwischen Mexiko und den USA.

Diese Diskussion hat jetzt Aeromexico für sich genutzt, um ein Werbevideo zu produzieren. Darin legen sie US-Amerikaner rein, die Mexiko kritisch sehen. Natürlich geht es aber auch darum, Fluggäste zu begeistern. Nicht ganz uneigennützig also. 

So legt die Fluggesellschaft US-Bürgerinnen und Bürger rein:

Der zweiminütige Werbespot zeigt nicht nur Bilder traumhafter Orte in Mexiko, er will auch klar machen, dass Vorurteile gegenüber Mexiko oder Mexikanern meist unbegründet sind. Wenn es ums Geldsparen geht, werden nämlich anscheinend viele plötzlich zu Mexiko-Fans. 

Donald Trump selbst, der den Mexiko-Hass schürt, wird in dem Spot nicht einmal erwähnt. Und trotzdem weiß der Zuschauer genau, wer hier kristisiert werden soll.

Der Slogan der Kampagne: "DNA-Rabatte – es gibt keine Grenzen in uns"

Der Werbespot beginnt mit dem Satz "Mexikos erstes Ziel ist Amerika". Dazu sieht man, wie zahlreiche Flieger in Richtung Norden fliegen, aber nur ein einziger ist in die entgegengesetzte Richtung unterwegs. 

"Aber Amerikas erstes Ziel ist nicht Mexiko."

Um den Tourismus aus den USA anzukurbeln, besucht das Unternehmen die Stadt Wharton in Texas, um dort Menschen zu fragen, wie sie über eine Reise nach Mexiko denken. Die Antworten sind alles andere als positiv – zumindest die der Personen, die für den Spot ausgewählt wurden. 

Eine Frau sagt: "Niemals". Ein anderer antwortet: "Lass mich hier in Ruhe und lass diese Leute auf ihrer Seite der Grenze bleiben." 

Ein Gespräch mit einem Mann zeigt aber ein Dilemma: "Magst du Tequila?" Er antwortet: "Ja". "Magst du Burritos?" "Ja." "Magst du Mexico?" "Nein." Nach dieser Stichprobe heißt es in dem Beitrag, dass es immer mehr Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln gebe. Die Airline bietet an, Flugrabatte zu vergeben – je nach Anteil an mexikanischer DNA eines Menschen: "Je mexikanischer sie sind, desto mehr Rabatt erhalten sie." 

Laut der Anzeige wurden die Tests in einigen südwestlichen Bundesstaaten angeboten, und 54 Prozent der getesteten Personen hätten mexikanisches Erbgut aufgewiesen, so die Airline. 

Und nun kommt der Plot Twist:

Einem Mann wird gesagt, dass er zu 18 Prozent Mexikaner sei, er antwortet: "Wow!" und lächelt. Als einer Frau erklärt wird, sie könne nun 15 Prozent günstiger nach Mexiko fliegen, guckt sie erstaunt, freut sich, ballt die Faust und sagt: "Ich liebe Rabatte!"

Natürlich könnte es sich auch um Schauspieler handeln, die sich an ein Drehbuch halten. Die Fluglinie hat sich noch nicht dazu geäußert (Mashable). So oder so bleibt es eine starke Botschaft des Unternehmens, das schon zuvor politisch Stellung zum geplanten Mauerbau bezogen hatte: "Es gibt keine Grenzen in uns."

Auf Twitter wird die Kampagne nun von Tausenden Nutzern geteilt, kommentiert und geliked.

Vor allem nachdem der Journalist Kevin Sieff die Werbung auf seinem Account teilte. Einige nutzen die Unterhaltung auch, um ihren Hass gegen Mexiko zu verbreiten. Doch die meisten hielten dagegen und unterstützen, die Botschaft hinter der Kampagne.


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