Wer hat die mumifizierte Kakerlake da hingelegt?

Falls du den ersten Monat des Jahres damit beschäftigt warst, deine Socken zu finden und es noch nicht gehört hast: Alle machen es derzeit wie Marie Kondo. Aufräumen nämlich.

Die US-Japanerin hat eine Methode entwickelt, mit der Ordnung in den Haushalt kommt – Klamotten falten, Schubläden sortieren, liebevoll ausmisten – und sehr, sehr viele Menschen mögen das. Ihre Netflix-Show inspiriert sie anscheinend dazu, den Frühjahrsputz schon in den Januar zu legen.

Nun hat sich auch US-Comedian Jimmy Kimmel anstecken lassen – und Marie Kondo gebeten, ihm beim Aufräumen seines Büros zu helfen.

So ein Büro ist natürlich ein gruseliger Ort. Man haust dort ähnlich wie daheim – fühlt sich aber längst nicht so verantwortlich. Hier kann die alberne Ü-Ei-Figur auf dem Monitor stehen, die zuhause schon weggeflogen wäre. Hier kann die benutzte Kaffeetasse auch mal zwei Jahre in der Schublade gammeln. 

Während wir es uns zuhause schön machen wollen, ist der Schreibtisch ein Ort, den wir lieber schnell wieder verlassen. Das ist natürlich ein Fehler, denn den Großteil des Tages verbringen wir am Arbeitsplatz – und sich dort das Umfeld angenehm einzurichten (und Unterlagen auch mal auszusortieren, an denen unser Herz nicht hängt), würde die Arbeit angenehmer machen. 

Jimmy Kimmel führt seine Late-Night-Show seit 16 Jahren – entsprechend viel Müll und Ballast hat sich in seinem Büro angesammelt. 

In seinem Ankleidezimmer stapeln sich die schwarzen Anzüge – und schwarzen Socken. Wegwerfen will er sie nicht, also soll er ihnen auf Geheiß von Marie Kondo seine Dankbarkeit ausdrücken. Also sagt er: "Danke liebe Socken, dass ihr in meiner Schublade immer für mich da seid!" Dann ziehen sie weiter zum Schreibtisch – und entdecken erst mal eine mumifizierte Kakerlake.

So chaotisch lief die Aufräumaktion mit Marie Kondo:


Musik

Frankreichs ESC-Kandidat wird homophob attackiert – so wehrt er sich dagegen

Vor fünf Jahren hatte Conchita Wurst mit "Rise Like a Phoenix" den Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen. Mit diesem Song war auch Bilal Hassani in der Castingshow "The Voice Kids" in Frankreich bekannt geworden – jetzt steht der 19-Jährige selbst im ESC-Finale. Doch seit seinem Sieg beim Vorentscheid am Wochenende wird er auch massiv homophob angefeindet.

Bilal Hassani trägt platinblonde Haare, schminkt sich und ist offen homosexuell. Er stammt aus einer Familie mit marokkanischen Wurzeln, weshalb er im Netz nun als "Araber mit Perücke" beleidigt wird. Andere bezeichneten ihn als "Schande für Frankreich" und als "Pädophilen", teilte sein Anwalt der Agentur AFP mit. Seine Unterstützer zählten seit dem Wochenende bereits mehr als 1500 beleidigende oder diskriminierende Tweets. (BR

Gleichzeitig wird von französischen Rechten eine angebliche Aussage von Hassani verbreitet, in der er gesagt habe, er sei "kein Franzose, sondern Marokkaner" – was er aber nie gesagt hatte (AFP). Beim Vorentscheid am Samstag hatte der Sänger mit dem französisch- und englischsprachigen Song "Roi" gesiegt – "Wenn ich träume, bin ich ein König", singt er darin.