Vom Känguru bis zum Drum-Set

Eigentlich sollte der Unterschied zwischen den Geschlechtern im 21. Jahrhundert ja keine Rolle mehr spielen. Er füttert die Tochter mit Brei, während Sie Karriere macht? Kein Ding. Sie will auf den Bolzplatz, während Er lieber Klarinette übt? Klar doch.

Dass Mann und Frau in ihren Interessen und Fähigkeiten auf feste Rollen festgelegt sind, glaubt eigentlich nur noch, wer Mario Barth für einen Sexualwissenschaftler hält. Kenner wissen hingegen, dass schon die Höhlenmenschen geschlechterübergreifend auf die Jagd gingen (Planet Wissen).

Trotzdem bleibt das ein oder andere Mysterium zwischen Frau und Mann bestehen – auf Klo zum Beispiel.

Was dort geschieht, bleibt meistens Privatsache. Und wie Sie und Er ihre Toilette einrichten, lässt entsprechende Rückschlüsse darüber zu. Ist man dann mal beim anderen Geschlecht zu Besuch, kann es fragwürdig werden. Zumindest ging das der amerikanische Twitter-Nutzerin Jodie so. Sie hat kürzlich ein Bild aus dem Badezimmer eines Mannes gepostet. 

Darauf ist zu sehen: eine Haarbürste, die an einem Pömpel befestigt ist. Damit die Bürsten-Pömpel-Konstruktion hält, ist sie mehrfach mit dickem Klebeband umwickelt. 

Jodie versucht weder zu erraten, wofür das Gerät dienen könnte, noch kommentiert sie es entsprechend. Stattdessen stellt Jodie nur eine Frage:

„Ladys, was ist das Seltsamste, das ihr je in einem Jungs-Badezimmer gefunden habt?“

Das Problem: Wer auf Twitter nach merkwürdigen Bildern aus dem Badezimmer fragt, der bekommt genau das – von ekligen Essensresten bis hin zu merkwürdigen Heimwerker-Konstruktionen.

Das sind die besten Reaktionen auf Jodies Frage:

Diese Schuh-Notfalls-Box:

Diese Zahnbürsten-Klopapier-Halterung:

Diese "Maulende Myrthe" aus dem "Harry Potter"-Universum:

Oder diese liebevolle "Star Wars"-Deko nebst Besen in der Badewanne:

Dieser Kleiderbügel-Duschvorhang:

Und dieser Duschvorhang von "The Jeff" höchstpersönlich:

Dieser Schokobrunnen:

Diese Schlangenleder-Zahnputzbecher:

Und dieses ... äh ... Wandregal:

Diese Schildkröte im Waschbecken:

Und natürlich dieses Känguru:

Diese Mumie:

Und dieser Abwasch von der letzten Party:

Dieser .. nun ja ... Abflussreiniger:

Dieses Drum-Set:

Und diese Chicken Nuggets für den kleinen Hunger zwischendurch:

Insgesamt hat Jodie mehr als 1300 Antworten auf ihre Frage bekommen. Nicht alle zeigen kuriose Bilder – manche sind einfach nur entsetzt, angeekelt, amüsiert. 

Was aber auch in vielen Kommentaren mitklingt: ein bisschen Bewunderung. Sei es ob der kreativen "Ich lass das jetzt"-Lösungen für sanitäre Notfälle wie die Klopapierhalterung. Oder die Tatsache mit welch selbstverständlichem Wahnsinn Männer ihre Bäder einrichten. 

Wenn von Küche bis Schlafzimmer heute alles vorzeigbar und "instagramable" sein muss, dann bleibt das Bad das letzte Refugium des tatsächlichen Selbst.


Fühlen

Dann heul ich halt! Warum mir mein Selbstmitleid gut tut
Wir müssen reden

Es geht mir nicht gut. Ich habe die Art Liebeskummer, die nach einer ohnehin schwierigen Zeit eine mittlere Krise auslöst, und frage mich viel zu oft, wie es eigentlich weitergehen soll. Die letzten Monate waren die Hölle, und es gab sehr viel "müssen", "aushalten" und "kämpfen" und sehr wenig Freude. Man kann sagen: Ich habe den Halt verloren. So etwas passiert, so etwas kann jeden erwischen. Das geht irgendwann vorbei, auch wenn man natürlich absolut sicher ist, dass "irgendwann" eigentlich "niemals" bedeutet.