Bild: Pixabay/Alexas_Fotos/anastasiya_grivcova; Montage: bento

Sackerl fürs Gackerl – seit Jahren sind Gassibeutel die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen den Hundekot auf Gehwegen, Spielplätzen und Parkanlagen. Viele Hundebesitzer halten sich inzwischen an die Regel und entsorgen artig die Häufchen ihrer Vierbeiner. 

Andere haben den Sinn der Kottüten nicht ganz verstanden: Die Beutel werden entweder nicht benutzt – oder landen samt frisch erzeugtem Inhalt im Gebüsch. 

In manchen Bundesländern reichen die Bußgelder bis zu 150 Euro. 

Die wenigsten Zweibeiner werden allerdings in flagranti erwischt und kommen einfach davon, wenn sie mal wieder den Kot ihrer Hunde "übersehen" oder die Tütchen am Wegrand "fallen lassen". 

Dagegen will die hessische Gemeinde Lohra im Kreis Marburg-Biedenkopf jetzt vorgehen – mithilfe einer Hunde-DNA-Datenbank. Der Plan: Die DNA von allen 492 dort lebenden Hunden soll künftig registriert werden, um die liegengelassenen Kothaufen den verantwortlichen Haltern zuzuordnen.

Ursprünglich diskutierte die Gemeindevertretung über eine Anhebung der Hundesteuer, stimmte dann aber mehrheitlich für die DNA-Datenbank. Der Vorschlag kam vom CDU-Fraktionschef Werner Waßmuth und wird derzeit vom Gemeindevorstand geprüft. 

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Die Idee einer Hunde-DNA-Datenbank ist nicht neu. Dass sie bislang nicht eingeführt wurde, liegt am hohen Kostenaufwand des Prüfverfahrens. Auch fehlt es bisher an rechtlichen Regelungen, welche die Halter dazu verpflichten, eine DNA-Probe abzugeben. 

Dass es in Lohra wirklich bald eine Hunde-DNA-Datenbank geben wird, ist daher unwahrscheinlich. Auch der Hessische Städte- und Gemeindebund bleibt laut hessenschau.de skeptisch. (hessenschau.de/Oberhessische Presse)


Grün

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