Bild: bento

Schon mal unter dem Drücker an der Ampel herumgefummelt? An vielen Ampelarmaturen ist unter der normalen Taste noch ein kleiner Knopf.

Vor einiger Zeit machte auch das Gerücht die Runde, dass es einen geheimen "SOS Code" gäbe. In einem YouTube-Video wurde erklärt, dass man den Knopf in einer bestimmten Reihenfolge drücken müsse, damit die Ampel sofort auf Grün schalte. Die Website Mimikama klärte aber auf: Es handelt sich bei diesem Video um einen Fake – genau genommen um einen April-Scherz.

Warum es diesen kleinen Extra-Knopf wirklich gibt:

Dieser Knopf hilft Menschen mit Sehbehinderung bei der Überquerung der Straße. Menschen ohne Behinderung wissen aufgrund des grünen Lichtes, dass sie die Straße überqueren können. Wer dieses Licht nicht wahrnehmen kann, hat an Ampeln andere Möglichkeiten.

Einige Ampeln geben ein regelmäßiges "Klacken" von sich, damit wird Menschen mit einer Sehbehinderung signalisiert, dass sich dort ein Fußgängerüberweg befindet. Anstelle der sichtbaren Druckfläche können Menschen mit Behinderung den unteren Knopf betätigen. Dieser hat oft die Form eines Pfeils und zeigt damit an, in welche Richtung sich der Übergang befindet.

(Bild: bento)

Sobald die Ampel grün wird, ertönt an manchen Ampeln nicht nur ein akustisches Signal – dieser Pfeil fängt außerdem an zu vibrieren. So weiß jemand, der das Licht- oder Tonsignal nicht wahrnehmen kann, dass er jetzt die Straße überqueren kann. Das akustische Signal passt sich außerdem der Umgebungslautstärke an, damit der Lärm des Verkehrs es nicht übertönt. (GEO)

Übrigens: Viele Ampeln haben zwar einen Drücker, bei einigen ist die Benutzung jedoch sinnlos. Zu Hauptverkehrszeiten sei die Lenkung des Verkehrs an Kreuzungen zu kompliziert und nicht durch einen einzelnen Fußgänger steuerbar, sagt Helma Krstaniski, die Sprecherin der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation gegenüber ZEIT ONLINE. Das betreffe allerdings keine Ampeln an Fußgängerüberwegen.

Wie gut kennst du dich mit allgemeiner Verkehrssicherheit aus? Schaffst du diesen Test für Grundschüler?

Du kennst dich mit den Verkehrsregeln nicht besonders gut aus? Mach dir nichts draus. An dieser Stelle allerdings noch ein kleiner Funfact: Wer bei rot über die Ampel fährt, muss 90 Euro bezahlen – und bekommt dafür einen Punkt. Wenn du dabei auch noch eine Gefährdung verursachst, sind es 200 Euro, ein Monat Fahrverbot und direkt zwei Punkte.


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Wenn Hannes Ley wieder einmal den ganzen Tag gegen den Hass im Internet gekämpft hat, fragt er sich manchmal, was seine Mission eigentlich mit ihm macht. "Ein Tag an der Front ist unfassbar hart, das bedrückt einen", sagt er.

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