Eine Katze, eine Box. Es dauert keine zehn Sekunden und sie hat es sich darin gemütlich gemacht – obwohl es zunächst so aussah, als ob das Tier viel zu groß dafür ist. Eine Kiste voll mit Katze, passgenau, wie soll das gehen? 

Katzen sind flüssig. Flüssig wie Wasser – deswegen füllen sie Gefäße auch passgenau aus.

So erklären es sich zumindest die Menschen auf Instagram, die unter dem Hashtag #liquidcats witzige Bilder von Katzen in Kästen, Schüssel und Becken sammeln. Nichts ist gequetscht, nichts wirkt gepresst. Stattdessen scheint es für die Katzen nichts Leichteres zu geben, als sich der Form zu fügen.

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#liquidcat #liquidcats

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Allein in deutschen Haushalten lebten im vergangenen Jahr 13,7 Millionen Katzen – gut vier Millionen mehr als Hunde (Statista). 

Bei diesem Flauschaufkommen ist es kein Wunder, dass die menschlichen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner der Katzen ständig Fotos von ihnen posten. Und sich ständig Neues einfallen lassen: Katzen sind in sozialen Netzwerken schon länger Trend, allein die grimmige "Grumpy Cat" ist legendär, ein Meme geworden – das immer dann verschickt wird, wenn jemand ausdrücken will, dass er gerade wirklich keinen Bock auf etwas hat.

Nun also, nach Katzensocken, Katzen-Regenschirmen und Katzen-Laptopaufklebern: Flüssig-Katzen. Auf vielen der Bilder sieht es so aus, als könne das Tier physikalische Gesetze genauso ignorieren wie die Bitte, nicht an der Tapete herumzukratzen. 

Die Faszination ist ungebrochen: Aus unerfindlichen Gründen wirken diese Bilder beruhigend. Die Katzen in Boxen haben absolut keine Probleme, völlig stressfrei sitzen oder liegen sie da. Gelenkig, flexibel, herrlich.

Auf Instagram gibt es die Fotos unter #liquidcat:

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Aber wie kommt es, dass Katzen so beweglich sind?

Christiane Pfarrer lehrt am Anatomischen Institut der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover.  Sie sagt, die außergewöhnliche Flexibilität der Katzen habe mit deren Wirbelsäule zu tun. 

Die ist deutlich beweglicher als die von anderen Tieren oder Menschen. Das liegt an der besonderen Wirbelform, den Gelenken zwischen den Wirbeln und daran, dass Elle und Speiche in den Gliedmaßen beugungsfähig sind. Vergleichbar sei diese Beweglichkeit in etwa mit der einer menschlichen Hand, sagt Pfarrer.

Vor allem in der Wildnis sind Katzen auf diese Flexibilität angewiesen. Sie hilft ihnen bei der Jagd und beim Klettern. 

Dafür, dass eine eigentlich viel zu große Katze in eine winzig kleine Box hineinpasst, hat Pfarrer eine einfache Erklärung: Manche Katzen sehen durch ihr Fell einfach nur größer aus als sie in Wirklichkeit sind – wie eine Perserkatze mit dichtem, langen Fell.

Außerdem fühlten sich Katzen in Kisten oder Schüsseln einfach wohl. Pfarrer geht davon aus, dass die Gefäße an Höhlen erinnerten und das Gefühl von Schutz vermittelten. 


Tech

Bald könnte der Faultier-Emoji auf deinem Smartphone landen
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2823 verschiedene Emojis gibt es mittlerweile – mit dem kommenden Update auf iOS 12.1 werden es noch mehr. Nun hat das zuständige Unicode Konsortium bereits Vorschläge für neue Emoji-Varianten veröffentlicht, die 2019 das Licht der Handybildschirme erblicken könnten.

Mit dabei sind unter anderem:

  • Familien-Emojis, die nun auch verschiedene Hautfarben einzelner Familienmitglieder abbilden,
  • ein Flamingo
  • ein weißes Herz
  • Mate Tee und 
  • sogar ein Faultier Emoji, der tapfer seinen Ast umklammert. (Emojipedia)