Die Geschichte in zwei Teilen

In der Nähe von Karlsruhe ist ein Autofahrer mit einem Döner beworfen worden – nein, diesmal war es nicht Kevin Großkreutz. Wie es dazu kam und was danach passierte, erklären wir hier:

Der Auslöser

Der Dönerwerfer war mit dem Fahrrad unterwegs, bis ein Autofahrer plötzlich auf dem Fahrradweg wendete. Nach Polizeiangaben fuchtelte der Fahrradfahrer daraufhin wild mit den Armen, was vom Autofahrer mit einem Hupen beantwortet wurde. Da ahnte er wohl noch nicht, was gleich passieren würde. (Stuttgarter Nachrichten/ Heilbronner Stimme)

Die Folge

Daraufhin sei der Fahrradfahrer von seinem Rad gestiegen und habe sich – mit seinem Döner bewaffnet – auf den Weg Richtung Autofahrer gemacht. Dann geriet alles außer Kontrolle: der Radfahrer öffnete nach Polizeiangaben die Tür des Autos, warf den Döner ins Auto seines Gegenübers und fotografierte das vollbrachte Werk sogar noch. 

Anschließend flüchtete er und hinterließ nach Infos der Polizei "nicht nur einen völlig verblüfften Autofahrer, sondern auch leichte Verschmutzungen im Innenraum". 

Das könnte dann ungefähr so ausgesehen haben:


Gerechtigkeit

Wie Toni Kroos mit seinem Özil-Interview Rassismus normalisiert
"Aber da muss man als Spieler dann durch."

Rassismus? Nicht beim DFB. Auch nicht in der deutschen Nationalmannschaft. Özils Erklärung? Die habe mehr "Quatsch" enthalten als richtige Beobachtungen. "Die Art und Weise seines Rücktritts war nicht in Ordnung."

Das hat der deutsche Nationalspieler Toni Kroos der "Bild"-Zeitung in einem Interview gesagt. Wie zuvor Manuel Neuer und Thomas Müller hat Kroos damit durchblicken lassen, was er von der Rassismus- und #Metwo-Debatte hält, die seit Wochen vor allem wegen Mesut Özil geführt wird.

Die Worte sind ignorant. Als Nationalspieler setzt Kroos mit ihnen leider Maßstäbe dafür, wie in diesem Land über Rassismus gesprochen werden kann.