Bild: imago
We feel you!

Seit wenigen Tagen ist in Kanada Cannabis vollständig legal. Wer kiffen möchte, kann das jetzt tun. Und wer Gras-Brownies backen will, der kann auch das tun. Maximal 30 Gramm darf man in den meisten Bundesstaaten besitzen, in Quebec dürfen es sogar 150 Gramm pro Haushalt sein.

Das ist eine ganz schöne Menge, wie ein kanadisches Pärchen festgestellt hat. Zum Start der Legalisierung hatte es erst einmal den Rausch seines Lebens – mit nur 3,5 Gramm. Auf "reddit" erzählte der User gwtt2u von seinem "Fuck-up": Pünktlich zur Legalisierung von Cannabis hatten er und seine Freundin das Wochenende frei, die Kinder waren aus dem Haus. Beste Voraussetzungen also, um sich ordentlich zuzudröhnen.

Hinweis zu Reddit

Reddit ist eine spannende Plattform, auf der sich immer wieder Insider mit wertvollen Einblicken zu Wort melden. Es liegt aber durchaus in der Natur der Sache, dass nicht alles, was auf Reddit geäußert wird, auch von uns gegengecheckt werden kann. Folglich sollte man den Aussagen auf Reddit immer auch mit einer gesunden Skepsis begegnen.

Weil sie aber ihre Nachbarn im Appartmentkomplex nicht mit dem Geruch belästigen wollten, entschieden sich die beiden, Brownies zu backen. "Ich habe das noch nie getan, ich will nicht zuviel davon hineintun, richtig?", schreibt der User. 

Ich habe nicht gedacht, dass Gras je so schlimm sein könnte, es ist doch bloß Marihuana. Total harmlos.

Also verbrachte er den Tag damit, Cannabisbutter zu machen, mit 3,5 Gramm von dem Zeug darin.

Am Ende entstanden daraus 15 Gras-Brownies. Nach seinen Berechnungen dürften damit in jedem der Brownies 232 Milligram Gras gewesen sein. Sicher war er sich dabei nicht, weil er noch immer mit der Mathematik zu kämpfen habe – tatsächlich richtig ist auch, dass etwas mehr als 233 Milligramm in den Brownies waren. Am Ende ist es auch völlig egal, sicher ist nur: Es war zu viel.

Sie beide begannen mit jeweils zwei Brownies und nach zwei Stunden war seine Freundin bereits "zerstört", wie er es beschreibt. Ihm hingegen sei es gut gegangen, weshalb er noch zwei weitere gegessen habe. Das war dann irgendwann auch mehr als genug.

Wir verbrachten sechs Stunden komplett abgefuckt.

"Mein Gott, ich hatte absolut keine Ahnung, dass so etwas mit Gras möglich ist", schreibt der Mann. 

"Ich konnte nicht richtig reden. Einen Schluck aus einer Tasse zu trinken, war eine 'große Sache' – meine Freundin musste mich erst ermutigen und das mit mir durchsprechen. Dass man sich auf die andere Seite rollen kann, war eine total irritierende Vorstellung; dass es im Raum noch eine ganz andere Hälfte gibt, die man sich anschauen kann. Wow!"

Seine Freundin habe gedacht, sie sterbe, erzählt der Mann. "Sie erzählte von ihrem letzten Willen und ihrem Testament." Das Schlimmste aber sei der trockene Mund gewesen. Am Ende zogen die beiden die Konsequenz aus ihrem Erlebnis: 

Die restlichen Gras-Brownies kamen in den Müll. 


Gerechtigkeit

Medienbericht: Die Trump-Regierung will Transmenschen nicht mehr offiziell anerkennen
Drei Fragen zum umstrittenen Vorhaben

Was hat die Trump-Regierung vor?

Die Trump Regierung erwägt laut einem Medienbericht Transmenschen nicht mehr offiziell anzuerkennen. Das Geschlecht soll als unveränderlich gelten und bei der Geburt auf Grund der Genitalien festgelegt werden. Das geht aus einem Papier des Gesundheitsministeriums hervor, das der "New York Times" vorliegt. Es solle in Zukunft nur zwei Geschlechter geben: männlich und weiblich.

Dies ist der bisher drastischste Schritt der Regierung, die sich darum bemüht, die Anerkennung und den Schutz von Transgender-Personen in den Bundesstaaten zurückzusetzen.

Was ist der Hintergrund?

Unter der Regierung von Barack Obama gab es zahlreiche Entscheidungen, die zu mehr Gerechtigkeit für Transmenschen geführt haben. In Bildungseinrichtungen oder im Gesundheitsbereich wurde das Geschlecht weitgehend als individuelle Entscheidung anerkannt und nicht durch das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht bestimmt. 

In früheren Auseinandersetzungen ging es um Bezeichungen unter anderem an Schlafsälen oder Toiletten. Konservative, besonders evangelikale Christen, waren erbost. Die geplante Änderung könnte diesen bedeutenden Schritt nun wieder rückgängig machen.

Das Gesundheitsministerium argumentiert in dem Papier, dass Behörden in Zukunft das Geschlecht nur danach definieren sollen, mit welchen Geschlechtsteilen Menschen geboren würden – "auf einer biologischen Basis, die klar, wissenschaftlich gestützt, objektiv und ausführbar" wäre. Wer sich einem anderen Geschlecht zugehörig fühle, müsse es mit einem DNA-Test "beweisen".

Die neue Definition würde die Anerkennung von 1,4 Millionen Transmenschen rückgängig machen. Die Trump-Regierung hatte bereits angestrebt, Transmenschen aus der Armee zu verbannen. (bento)

Was sind die Reaktionen?

Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums lehnte es ab, sich zu "vermeintlich durchgesickerten Dokumenten" zu äußern, zitierte jedoch eine Entscheidung eines konservativen US-Bezirksrichters als Leitfaden für die Transgender-Politik. (Reuters)

Unter dem Hashtag #WontBeErased gibt es zahlreiche Tweets gegen die Pläne des Gesundheitsministeriums.

Bobby Berk aus der Netflix-Serie "Queer Eye" fordert auf, sich bei den Senatoren und Kongressabgeordneten zu beschweren: