Wenn man mit politischem Blick nach Nordamerika schaut, wohnen dort in den Augen vieler gerade Engel und Teufel zugleich. Der eine sitzt im Weißen Haus, der andere regiert in Kanada. Gemeint sind US-Präsident Donald Trump und der kanadische Premier Justin Trudeau

Beide waren vergangene Woche in Italien und haben am Treffen der G7-Staaten teilgenommen (wie es lief, erfahrt ihr hier). Und beide nutzen den Aufenthalt auch, um im Vatikan Papst Franziskus zu treffen. Trump war vergangene Woche zur Audienz, nun folgte Trudeau am Montag.

Über die Bilder von Trump und Papst Franziskus gab es viel Spott – denn der Papst reagierte auf das Treffen mit steinerner Miene:
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Die Kernaussage: Zu allen ist Papst Franziskus freundlich, aber beim Treffen mit Trump öffnet sich das Tor zur Hölle.

Beim Treffen mit Trudeau war es jedoch nicht besser. Auch wenn der Kanadier als Sunnyboy der Poppolitik gilt, zeigte sich Papst Franziskus genauso unbeeindruckt wie zuvor bei Trump. 

Donald, es liegt nicht an dir – es liegt an ihm:

Vielleicht lag es aber auch daran, dass Trudeau dem Papst eine Entschuldigung abringen wollte. Die katholische Kirche hatte im Kanada des 19. Jahrhunderts versucht, die Kinder der Ureinwohner in speziellen Schulen umzuerziehen – Trudeau will für die Nachkommen eine Aufarbeitung ermöglichen ("The Guardian").


Grün

Das Great Barrier Reef liegt im Sterben: Ein Viertel der Korallen gingen 2016 ein
Aber es ist noch nicht alles verloren.

Die Korallenbleiche am Great Barrier Reef geht weiter voran – und fällt für das vergangene Jahr schlimmer aus als gedacht. Im Jahr 2016 starben 29 Prozent der Korallen in dem australischen Riff, teilten Forscher am Montag mit. Bislang waren die Wissenschaftler aufgrund von Luft- und Unterwasseraufnahmen davon ausgegangen, dass im vergangenen Jahr 22 Prozent der Korallen zerstört wurden. 

"Wir sind sehr besorgt, was das für das Great Barrier Reef selbst und für die davon abhängigen Gemeinden und Industriezweige bedeutet", sagte der Leiter der für das Riff zuständigen Schutzbehörde, Russell Reichelt.