Bild: Facebook/Fusion Comedy

Wer kennt das nicht: Irgendwo in der Nachbarschaft lebt eine muslimische Familie, vielleicht trägt der Vater einen Bart und die Frau ein Kopftuch. Vielleicht grillen sie am Wochenende Hammelfleisch auf dem Balkon, vielleicht bestellen sie auch einfach nur Pizza.

Und nun die schwere Frage: Sind das Terroristen?

Der ägyptische Komiker Bassem Youssef kennt die Antwort:

Breathe Easy

Tired of living in fear of the Muslims next door? Bassem Youssef has a solution! LIKE Fusion Comedy for more! Bassem's new docu-series, "Democracy Handbook", is coming to Fusion in July! Episodes will be available in their entirety on Thursday, July 14 at FUSION's website -as well as on Facebook, YouTube, AppleTV and other OTT provides. The one-hour “Democracy Handbook” television special premiere Sunday, July 17 at 9PM on FUSION’s cable network. “The Democracy Handbook with Bassem Youssef” follows Youssef as he travels through America to learn the virtues of democracy – but learns our democracy isn’t quite as simple as he thought.

Posted by Fusion Comedy on Dienstag, 31. Mai 2016

Im Video fragt eine Muslima, ob sie mit ihren weißen Nachbarinnen spazieren gehen kann – diese reagieren verunsichert. Auftritt Bassem Youssef: Er mimt den schmierigen Verkäufer und preist ein Produkt an, mit dem man den Radikalitätswert von Muslimen testen könne. Das Gerät funktioniert wie ein Atemalkoholtester. Reinpusten und feststellen, wie islamistisch man ist – von "Hummus" (normal-muslimisch) bis "IS-Anhänger" (idiotisch-muslimisch). Die Funktionalität des Testers preist Youssef mit aberwitziger Wissenschaftlichkeit an.

Wer genau ist Bassem Youssef?

Youssef stammt aus Ägypten und ist eigentlich Herzchirurg, entdeckte während des Arabischen Frühlings 2011 aber sein komödiantisches Talent. Im ägyptischen Fernsehen trat er mit der Satire-Sendung "Al-Barnameg" ("Das Programm") auf, eine Art arabisches Neo Magazin Royale.

Youssef lästerte gegen hochrangige Politiker, zum Beispiel die Führungsriege der Muslimbrüder oder des Militärs. Unter dem islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi drohte Youssef daher 2013 Haft. Endgültig um seine Sicherheit fürchtete er aber erst unter dem nächsten ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi, der das Land seit 2014 diktatorisch regiert. Youssef musste ins Ausland fliehen.

Nun lebt er in den USA, trat bei Jon Stewart auf und moderiert die Emmys. Jetzt doziert er in Harvard und macht weiter seine Witze. Nun aber nicht mehr über ägyptische Diktatoren – sondern über das Miteinander verschiedener Kulturen. Das hat er auch schon mit Anhängern von Donald Trump gemacht:


Gerechtigkeit

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