Wie siehst du aus, wenn du dich schminkst? Eher so wie auf der linken Seite oder eher so wie auf der rechten Seite?

Manche Instagram-Accounts kann man sich kaum anschauen, ohne danach alle Fotos von sich für immer löschen zu wollen: Haare, Make-up, Licht, Klamotten – bei manchen Menschen scheint einfach alles zu stimmen. 

Gut, dass es aber auch Accounts wie den von Celeste Barber gibt, die diese Scheinwelt ein bisschen aufräumen. 

Celeste veröffentlicht auf ihrem Instagram-Kanal Bilder, auf denen sie die Fotos von Promis nachstellt. Das Besondere an ihren Bildern: Sie verzichtet auf Glitzer und Glamour. Sie stellt das nach, was sie auf den Fotos sieht. Sie klemmt ihren Kopf unter eine Stuhllehne, krabbelt in Unterwäsche auf Bäume oder fotografiert sich im Spiegel auf dem Bett. 

Das, was bei den Stars easy und sexy aussieht, ist es nämlich in Wirklichkeit gar nicht, zeigt Celeste.

Sie ist schon länger dabei – und wird immer erfolgreicher. Ihre Follower lieben sie für ihren Humor. Und weil es so gut tut, zwischen den perfekten Fotos das Unperfekte zu feiern.

Das sind die neusten Bilder von Celeste Barber: 

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Die Australierin bezeichnet sich selbst als Comedian, Schauspielerin und Autorin – mittlerweile folgen ihrem Account fast fünf Millionen Menschen. Fast so viele wie manchen Stars. 

Seit Januar 2015 postet aber nicht nur Celeste Fotos, auf denen sie die Posen der Promis nachstellt. 

Unter dem Hashtag #celestechallengeaccepted veröffentlichen auch andere Instagram-Nutzer ihre Bilder. 

Das sieht dann so aus: 

Oder so:

Es begann alles als Witz. "Ich mache einfach nur Fotos von mir, weil ich nicht so aussehe, wie diese Leute auf solchen Fotos – und die Leute finden das mutig. Aber ist das wirklich mutig?," sagte sie dem Daily Telegraph. Sie sei eben Feministin. Und sie bringe Menschen zum Lachen. 

"Humor ist existentiell für die geistige Gesundheit und wir sollten für unsere Weiblichkeit einfach dankbar sein. Das ist für mich echter Feminismus! Selbstironisch mit dem Hier und jetzt umzugehen", schriebt eine Nutzerin unter einem von Celestes Fotos.

Die Promis selbst finden ihre Bilder übrigens oftmals richtig lustig. Kürzlich habe Celeste sogar eine Anfrage von Ayda Field, der Ehefrau von Robbie Williams, bekommen, ihr ein persönliches Bild zu erstellen. (Daily Telegraph)


Gerechtigkeit

Kristina Hänel informiert über Abtreibungen – und steht deswegen vor Gericht
Drei Fragen und Antworten zum Prozess

Vergangenen November hat das Amtsgericht Gießen Kristina Hänel zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie auf ihrer Homepage darüber informiert, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführt. 6000 Euro soll sie dafür zahlen – doch Kristina Hänel will das nicht hinnehmen. Sie ging in Berufung, am Freitag findet die Verhandlung statt. Wenn es sein muss, will sie bis vors Bundesverfassungsgericht ziehen.

Worum genau geht es bei dem Prozess?

Im Kern geht es um den Paragrafen 219a des Strafgesetzbuches (StGB). Dieser verbietet die Werbung für Abtreibungen – darunter fällt jedoch auch allein die Information von Ärztinnen und Ärzten, dass sie diese anbieten. Das Gericht argumentierte vergangenes Jahr, dass Hänel nicht nur über Schwangerschaftsabbrüche informiert habe, sondern auch angegeben haben soll, Abbrüche gegen entsprechende Kosten durchzuführen. (bento)

Das Gerichtsurteil beeindruckte die Ärztin offenbar wenig: Auch heute schreibt sie auf ihrer Homepage, dass sie Schwangerschaftsabbrüche anbietet. Wer will, kann weiteres Informationsmaterial anfordern. 

So ist die Abtreibung in Deutschland gesetzlich geregelt: