Bild: dpa / Julian Stratenschulte

Claus Jørstad kommt aus Norwegen und hat ein kaputtes Knie. Weil das vor allem beim Duschen immer weh tut, suchte er sich beim schwedischen Möbelhaus Ikea den idealen Helfer: Den Hocker "Marius", auf dem er sich nun im Sitzen duschen konnte.

Das einzige Problem: "Marius" hat in der Sitzfläche einige Löcher. Und die wurden dem nackten Claus zum Verhängnis.

In einem Facebook-Post an der Pinnwand von Ikea beschreibt er bildhaft seine Misere:

Ich weiß, ihr Schweden redet nicht gerne über Genitalien. Deshalb nenne ich die da unten einfach mal den Käpt'n und seine Matrosen. Und, nun ja, einer der Matrosen ist verloren gegangen.

Heisann! Kjerringa dro mæ på ræk i hele søkksvære butikken dokkers, som va omtrent like stor som kjæften til naboen da...

Posted by Claus Jørstad on Wednesday, August 31, 2016


"Ich konnte mich verdammt nochmal nicht bewegen. Stellt es euch vor wie einen irischen Opa, der wütend und laut schimpft", sagte Jørstadt der Daily Mail.

13.000 Mal wurde die Geschichte in der vergangenen Woche bei Facebook geteilt, mehr als 30.000 Likes erhielt die bildhafte Geschichte des "verlorenen Seemanns".

Die Erlösung kam erst, als das warme Wasser in seinem Boiler ausging: "Es wurde kalt. Kälter, als die Augen meiner Schwiegermutter an dem Tag, als ich ihre Tochter heiratete." Und da männliche Genitalien die Angewohnheit haben, bei Kälte zu schrumpfen, war Claus nach dem ersten Schock ein freier Mann.

Das Social Media Team von Ikea reagierte übrigens cool:
Hey Claus, wir empfehlen dir, den Stuhl aus deiner Dusche zu nehmen. Ansonsten zieh doch bei deiner nächsten Seefahrt die richtige Uniform an.
Aus dem Ikea-Post

Das aller-, ALLERBESTE war allerdings Claus letzter Satz. Er fragte nicht nach Schadensersatz, er wollte keinen Warnhinweis oder einen Köttbullar-Gutschein.

Alles, was ihn interessierte:

Gibt es den Stuhl auch in gelb?

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Unterwegs mit Fahman, 18, aus Syrien. Und Baryal, 17, aus Afghanistan.

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