Lang lebe die DroKo.

GroKo, das stand einmal für Große Koalition. Spätestens nach der Hessenwahl ist klar: Diese Bezeichnung ist tot. Die Koalition mag es noch geben. Aber der Name ist falsch, er passt schon lange nicht mehr. In Hessen haben sie voraussichtlich nicht mal mehr eine Mehrheit, das lag aber nicht an der Landesregierung, sondern nur an den Zuständen in Berlin.

In den Umfragen für den Bund liegen SPD und CDU zusammen ohnehin schon lange unter 50 Prozent. Die GroKo, das ist nur noch organisierte Enttäuschung. Groß ist an dieser Koalition zweier ehemaliger Volksparteien nichts mehr. Sie ist Vergangenheit, nicht Zukunft.

Schluss also mit dem Gefasel von der Großen Koalition. Aber wie heißt sie dann? Irgendwie müssen wir die Regierung ja nennen. Hier kommen acht Vorschläge.

1 DschungelKo

(Bild: Unsplash/dpa/Montage: bento)

Bei euch hängen noch ein paar abgehalfterte Ex-Stars ab, das wars dann aber auch. Niemand ist freiwillig da, alle brauchen das Geld.

2 QuälKo

(Bild: dpa/Bernd Von Jutrczenka)

Seien wir ehrlich, mehr als Qual ist das ja nicht, was ihr da macht.

3 Friends-without-Benefits-Koalition

(Bild: Wolfgang Kumm/dpa)

Ihr habt euch mal richtig gut verstanden, aber zusammen werdet ihr keinen Höhepunkt mehr erleben.

4 Die Jamba-Koalition

(Bild: Imago)

Ihr seid wie der Vertrag, den man mal abgeschlossen hat, weil man diesen einen verdammten Klingelton haben wollte – und ihn jetzt nie wieder los wird.

5 Die PragmaKo

Wer bei euch Visionen hat, wird zum Arzt geschickt. Oder zu den Jusos.

6 Die Liebesschloss-Koalition

Ihr habt euch gebunden, direkt mal den Schlüssel weggeworfen. Jetzt lauft ihr jeden Tag am Schloss vorbei und denkt: Was war das für eine Scheiß-Idee?

7 Die Koalition der Geschiedenen

(Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka)

Eigentlich habt ihr euch schon getrennt. Aber zusammen lebt ihr immer noch. Allerdings nur, weil ihr euch alleine keine Wohnungen leisten könnt.

8 Die DroKo

(Bild: Screenshot ARD)

Eure Beziehung ist wie die zum Dealer. Er tut einem nicht gut, aber ohne ihn ginge es einem ja auch beschissen.



Gerechtigkeit

Muslime sammeln nach Massaker in Pittsburgh Geld für Opfer und Hinterbliebene

Am Samstag wurden in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania elf Menschen erschossen und mehrere Menschen verletzt – die Opfer sind größtenteils Jüdinnen und Juden, die in einer Synagoge gerade an einem Gottesdienst anlässlich des Sabbats teilgenommen haben. (SPIEGEL ONLINE)

Jetzt sammeln zwei muslimische Organisation Geld für die Opfer und die Hinterbliebenen.

Auf "LaunchGood" starteten die zwei Organisationen "Celebrate Mercy" und "MPower Change" eine Crowdfunding-Kampagne unter dem Namen "Muslims Unite for Pittsburgh Synagogue". "Die muslimisch-amerikanische Gemeinde möchte den Verletzten oder den jüdischen Familien, die ihre Angehörigen verloren haben, helfen", heißt es in der Kampagnenbeschreibung. (The Hill)

Man möchte so eine "kraftvolle Botschaft des Mitgefühls" senden.

"Mit dieser Kampagne möchten wir ein Zeichen dafür setzen, dass Juden und Muslime gemeinsam gegen Hass und Gewalt in Amerika aufstehen. Wir beten dafür, dass diese Kampagne der jüdisch-amerikanischen Gemeinde wieder etwas Sicherheit gibt."

Was passiert mit dem Geld? 

Über 1300 Menschen haben bereits gespendet. Das ursprüngliche Spendenziel von 25.000 Dollar wurde nach sechs Stunden erreicht, mittlerweile sind es über 57.000 Dollar. Mit dem gesammelten Geld möchte man die Verletzten und die Familien der Opfer bei den Kosten für Arztrechnungen und Bestattungskosten unterstützen.