Bild: Syfy
Sicher ist sicher.

Im hessischen Pfungstadt bei Darmstadt soll Europas größtes Indoor-Hai-Aquarium entstehen: Shark City. Das Ozenarium will verschiedenen Haiarten einen Schutzraum bieten, das größte Becken soll 10,5 Millionen Liter umfassen. 

  • Forscher sind begeistert: Jährlich sterben Millionen Haie, sie werden für ihre Flossen gejagt oder verheddern sich als Beifang in Leinen. Das Ozenarium könnte eine gute Möglichkeit sein, die Fische artgerecht zu halten und zu schützen, sagt unter anderem der renommierte Haiforscher Erich Ritter (Shark City).
  • Umweltschützer hingegen sind schockiert: Sie vermuten Tierquälerei und werfen den Investoren vor, das Aquarium nur zur Belustigung der Menschen zu bauen. Haie müssten sich frei bewegen können, ein Aquarium könne da gar nicht artgerecht sein. Gegen den Bau haben sie ein Petition gestartet.

Sharknado

Ein Sharknado ist ein äußert seltenes, aber sehr gefährliches – und erfundenes (!) Naturphänomen. Es tritt auf, wenn ein Tornado über Wassermassen jagt und Haie in die Luft wirbelt. 

Bisher ist der Sharknado nur in einer Trashfilm-Reihe aufgetreten. Der erste "Sharknado"-Film erschien 2013. Diesen Sommer kommt der fünfte Teil ins Fernsehen.

Die Kritik geht am eigentlichen Kern vorbei. Viel wichtiger ist: Was passiert im Falle eines Sharknado?

Mit so einem Ereignis ist schließlich nicht zu spaßen.

Wir haben mit Sebastian Schappert vom Deutschen Wetterdienst gesprochen. Es geht um die wichtige Fragen: Wie hoch ist die Sharknado-Wahrscheinlichkeit für Hessen? Und wie schützt man sich?

Herr Schappert, ist Hessen ein Tornado-Gebiet?

"Eher weniger. Tornados können schon auftreten, die sind dann aber eher klein und nicht besonders langlebig. Tornados brauchen große Flächen, um weit zu reisen – vor allem in den USA können sie so richtig groß werden. In deutschen Mittelgebirge brechen sie jedoch sehr schnell." 

Möglich sind sie aber trotzdem?

"Klar. Tornadoliste.de protokolliert zum Beispiel, wann und wo Windhosen in Deutschland auftreten. In Pfungstadt gab es zuletzt 1998 einen bestätigten Tornado. Häufiger treten sie aber sicherlich im flachen Norddeutschland auf."

Wie stark muss denn ein Tornado sein, damit er Haie in die Luft schleudert?

"Das müsste schon ein richtig starker Tornado sein, die treten hier in Deutschland nicht auf. In den USA gibt es Tornados, die genügend Kraft haben, schwere Gegenstände zu bewegen – aber Haie werden es wohl eher nicht sein. Viel eher sollten sich die Menschen dort um herumfliegende Autos sorgen."

Und in Deutschland?

"Ich weiß von Tornados in Norddeutschland, die Lkw-Planen mehrere hundert Meter durch die Luft getragen haben. Auch Dachziegel, Solaranlagen und Bäume werden immer wieder von Tornados verfrachtet. 

Das kann schon gefährlich werden: Es gibt Beobachtungen, bei denen Ziegel nach einem Tornado in Häuserwänden steckten oder Fenster durchschlugen. Da werden Trümmer zu Geschossen."

Aber Haie eher nicht? 

"Ich glaube nicht." 

Was ist mit Hundshaien? Die sind sehr klein, es gibt sie in der Ostsee. 

"Dann vielleicht." 

Was mache ich dann?

"Tornados bewegen sich meist in einer sehr schmalen Schneise. Auf dem begrenzten Raum wird dann auch der Schaden angerichtet. Also gilt: Schutz suchen, der Windhose nicht in die Quere kommen.

Aber nochmal: Sharknados sind Quatsch und Deutschland ist kein Gebiet, in dem Tornados stark genug werden, um schwere Objekte zu verfrachten."

Mal Spaß beiseite: 

Viele Haiarten sind für Aquarien komplett ungeeignet, der Walhai, der Weißhai oder der Tigerhai zum Beispiel. Andere Arten wie der Ammenhai oder der Sandtigerhai können in Aquarien gehalten werden. Die Betreiber der "Shark City" sagen, sie achten genau darauf. Den berühmten Weißen Hai gebe es also gar nicht zu sehen. Eher kleine Arten.

Das kann beim Schutz tatsächlich helfen. Denn auch in deutschen Gewässern sind die Haiarten vom Aussterben bedroht:


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