Früher hielten sich Menschen Tiere, weil sie ihr Fleisch brauchten, ihre Wolle oder ihren Schutz.

Die Gründe, sich ein Haustier anzuschaffen, sind heute etwas vielfältiger. Weil Kinder lernen sollen, Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel, weil Haustiere angeblich gut für die geistige Gesundheit und Fitness sind. Oder auch einfach nur, weil sie wahnsinnig süß sein können.

Doch in den seltensten Fällen läuft es mit dem Fell- oder Federvieh so, wie man es sich vorher vorgestellt hat. Denn auch wenn sie gezähmt sind: Tiere bleiben Tiere

Und deshalb sind Haustiere immer wieder für ungeplante Zwischenfälle verantwortlich. 

Unsere denkwürdigsten Tiergeschichten haben wir hier gesammelt:

Der schamlose Inzest

Der Schein trügt: Zwergkaninchen sind alles andere als unschuldig.

(Bild: Pixabay)

Zwei meiner Nachbarinnen hatten Kaninchen. Als diese Kaninchen sich paarten, entstand daraus eine Ladung weiterer Kaninchen. Eines davon durfte ich dann mein Eigen nennen.

Alles war gut – bis mein Kaninchen im Hinterhof einmal zufällig auf seinen Vater traf. "Da wird schon nichts passieren", dachte mein achtjähriges Ich naiv, "die sind schließlich verwandt.“

Diese Rechnung hatte ich allerdings ohne den Sexualtrieb der Kaninchen gemacht. Vater und Tochter fingen ohne Umschweife an zu rammeln. Ich zerrte die beiden zwar auseinander, so schnell ich konnte – ein paar Wochen später wurde ich jedoch trotzdem von sechs weiteren kleinen Kaninchen begrüßt.

Alle gesund übrigens. Und furchtbar süß!

Die wiederauferstandene Beute

Ein Selfie des gefährlichen Killers

(Bild: bento)

Mein Kater Findus wird von allen nur der "kleine Prinz" genannt. Denn ihm gehört einfach alles. Der gesamte Garten, das aufgeschlagene Buch auf dem Tisch und der tausend Euro teure Ledersessel meines Vaters.

Für das schöne Katzenleben bedankt Findus sich regelmäßig, indem er seine – Glöckchenhalsband zum Trotz – erlegte Beute aus dem Garten nach drinnen brachte.

Einmal allerdings kam Findus mit einer Blaumeise in die Küche, als es gerade Mittagessen gab. Der Vogel allerdings war keineswegs tot – sondern begann, orientierungslos durch die Küche zu fliegen. Der Kater, anscheinend tief gekränkt, weil ihn der Vogel so vorgeführt hatte, machte sich schnell aus dem Staub. 

Der Rest der Familie blieb entsetzt und wild gestikulierend in der Küche zurück. Federn. Verzweifelte Schreie. Überall Soße. Dann irgendwann landete der Vogel erschöpft in einer Ecke. Behutsam wurde er wieder nach draußen gebracht. Vorsichtshalber erst einmal auf die andere Straßenseite.

Davon bekam Findus aber nichts mit. Er schlief schon wieder auf dem Sessel. 

Der Kack-Ausflug

Symbolbild Kackschleuder

(Bild: Pixabay)

Es war eine ziemliche Kack-Idee, Bummi aus dem Käfig zu nehmen. Wellensittiche brauchen Ausflüge, klar, aber hätte es im Schlafzimmer sein müssen? Wir hatten Bummi erst ein paar Wochen, bisher hatte er ein langweiliges Dasein in seinem Käfig gefristet. Heute sollte Bummi eine Runde fliegen dürfen!

Doch das Problem mit fliegenden Vögeln ist, dass man sie kaum wieder einfangen kann. Bummi flog und flog – und kackte und kackte. Wirklich, er kackte alles voll. Auf die Bettwäsche, die gerade frisch bezogen war, auf den Schminktisch, die Fensterbank, auf die Schränke, den Nachttisch. Überall Köttel.

Wir riefen und pfiffen und griffen in die Luft. Nach zwei Stunden Fliegen und Kacken fingen wir ihn endlich ein. 

Noch Wochen später fand ich beim Aufräumen Bummis Köttel.

Die letzte Ehre

Schon süß, so ein Hamster.

(Bild: Pixabay)

Carlotta war eine sehr nette Hamsterdame. Sie rannte in ihrem Rad, fraß, wenn wir ihr Fressen gaben, und köttelte brav in immer dieselbe Ecke. Dann kam der Tag, an dem Carlotta starb. Sie hatte einen schweren Schnupfen, wir konnten ihr nicht helfen. Aber was hatten wir nicht alles mit ihr erlebt? Die Sommer, in denen wir ihr im Garten ein Auslauf-Rechteck gebaut hatten. Die Spielabende, an denen sie unter dem Sofa umher flitzen durfte!

Wir bauten Carlotta einen winzigen Sarg, aus Pappkarton. Mit einem kleinen Fenster. Wir legten ihren toten Körper auf ein Stück Watte und den Körper so in die Schachtel, dass sie aus dem Fenster rausgucken konnte.

Carlotta war noch ein paar Tage aufgebahrt, direkt auf unserem Küchentisch. Wir hatten das Gefühl, so nimmt sie noch ein bisschen an unserem Leben teil. Später begruben wir sie im Garten.

Der kaputtgekotzte Router

Tapsi, vorher, und Router, vorher

(Bild: bento)

Tapsi, die Katze meiner Mutter, saß gerne auf dem WLAN-Router. Kein Wunder, schließlich war es da immer warm. 

Eines Tages versuchte ich meine Mutter anzurufen. Stundenlang ging sie nicht ans Telefon, bis ich meine Schwester fragte, ob zu Hause alles in Ordnung sei. Schnell bekam ich eine Antwort: "Mama hat gerade kein Internet, die Katze hat auf den Router gekotzt."

Tapsi hatte ein schleimiges Bündel aus Haaren und Hühnchenfilet-in-Aspik so gezielt auf dem Router platziert, dass er danach nicht mehr funktionierte. Meine Mutter musste sich also ein neues Gerät anschaffen. Seitdem hängt der Router übrigens an der Wand. In sicherer Entfernung zur Katzenkotze.

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Die Sendung mit der Maus

Symbolbild: Lebendige Maus

(Bild: Pixabay)

Als ich acht Jahre alt war, kam meine beste Freundin mit einer Schachtel vorbei. Darin: ihr neues Haustier, eine kleine Maus. Wir gingen in mein Kinderzimmer und öffneten gespannt den Deckel. Ich beugte mich vor, um das süßen Wollknäuel zu bestaunen – da sprang mir etwas ins Gesicht. Die Maus war eine Springmaus. Und sie war schnell – schnell weg. Trotz Hilfe meiner Eltern und stundenlanger Suche blieb sie unauffindbar.

Obwohl die Maus klein war, konnte sie unglaubliche Mengen an Kot produzieren. Mein Schreibtisch, mein Bett, meine Fensterbank waren voll damit. Ich schlief also im Gästezimmer. Nach einigen Tagen blieb der Kot plötzlich aus und ich durfte wieder in mein Zimmer. 

Wie jeden Abend wollte ich meine Lieblingsgeschichte zum Einschlafen hören. Meine Mutter schob im Halbdunkel eine Kassette in den Rekorder – und versuchte energisch den Deckel zuzuklappen. Plötzlich hielt sie inne und meinte: "Ich glaube, ich habe die Maus gefunden."

Sie hat es nicht überlebt.

Die Papierbesessenen

So ähnlich muss es sich abgespielt haben.

Ich weiß nicht warum, aber meine Haustiere hatten immer eine besondere Vorliebe für Papier.

Meine Katze namens "Katze" saß bei meinen Eltern immer in einem Pappkarton – und fraß ihn auf. Also nein, sie fraß den Karton nicht. Sie biss ein Stück ab und spuckte es wieder aus. Dann biss sie wieder ein Stück ab und spuckte es wieder aus. Immer wieder mit einer absoluten Hingabe und einem sehr wichtigen Blick im Gesicht. 

In einem Umkreis von 1 Meter rund um ihren Pappkarton (oder was davon über war), war immer alles voll mit Pappfetzen. Jahrelang. Ich glaube, in den sieben Jahren, die sie bei uns lebte, verbrauchte sie auch pro Jahr einen Pappkarton.

Und auch mein späteres WG-Kaninchen Barney mochte Papier. Bei ihm waren es allerdings die Zeitschriften: Er holte sie auch vom Tisch oder dem Zeitschriftenständer runter und zerfetzte sie. Meine Interpretation: Endlich war er mal stärker als etwas...

Barney, in flagranti.

(Bild: bento)

Food

Das sind unsere Lieblings-Herbst-Rezepte für Sparfüchse
Fünf saisonale Schmäuse für je unter drei Euro

Wenn die Blätter an den Bäumen gelb und rot leuchten, wird es am Küchentisch dringend Zeit für etwas Deftiges. Zum Vertreiben der abendlichen Kälte kann man nämlich nicht nur die Heizung hochdrehen, sondern auch hervorragend leckere Herbstgerichte kochen. Wir haben in der Redaktion gefragt: Was kocht ihr in dieser Jahreszeit am liebsten? 

Besonders wichtig war uns dabei: Es sollte günstig sein, damit auch Azubis, Praktikanten oder Studentinnen sich die Gerichte leisten können. Außerdem haben wir beachtet, dass saisonale und regionale Zutaten importierten Sorten bevorzugt werden.