Halloween steht vor der Tür – Zeit, sich Gedanken über dein Outfit zu machen.

Du hast zu wenig Makeup-Skills für die naturgetreue Nachahmung einer halbzerfallenen Wasserleiche? Du hast schon genug damit zu tun, Kürbissuppe für 20 Menschen zu kochen und Bier für die Party nach Hause zu schleppen? 

Viel Zeit bleibt nicht mehr. Hier findest du ein paar Last-Minute-Ideen für Halloween-Kostüme, die wenig kosten und trotzdem Eindruck machen:

Affiliate-Links. Was ist das?

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Farbige Kontaktlinsen für Halloween

  • Kosten: 15 – 20 Euro
  • Aufwand: Es kommt darauf an, wie sehr du mit dem Einsetzen der Linsen zu kämpfen hast. Sobald du dir die Teile erfolgreich ins Auge gepfriemelt hast, ist das Schlimmste jedenfalls überstanden. Die Sehfähigkeit kann mit solchen Party-Linsen allerdings etwas eingeschränkt sein.
  • Gruselfaktor: Top! Besonders die Exemplare, die die Iris komplett bedecken, erzeugen beim Gegenüber ein sehr beunruhigendes Gefühl. 
(Bild: Amazon )

Diese Modelle sind besonders gruselig: 🛒Sclera-Linsenganz 🛒in schwarz, oder 🛒mit rotem Rand. Oder wie wäre es mit von einem 🛒Pararasiten befallenen Pupillen? Oder mit komplett 🛒weißen, toten Zombie-Augen? Die Auswahl ist riesig und für den nächsten Besuch im Gothic-Club bist du dann auch schon ausgerüstet. 

Temporäre Tattoos für Halloween

  • Kosten: 3 – 12 Euro 
  • Aufwand: Gering – sobald du die passende Stelle zum Aufkleben an dir gefunden hast, brauchst du zur Ausführung nur noch ein bisschen Wasser und einen Lappen. Sowohl zu Kostümen als auch zu Alltagsklamotten kombinierbar. 
  • Gruselfaktor: Schwankt. Für Halloween-Atmosphäre kommen natürlich auch Motive aus dem Gothic-Bereich in Frage. Aber mehr Grusel-Stimmung kommt natürlich auf, wenn du dir OP-Wunden aufklebst.
(Bild: Amazon )

Hier findest du ein paar 🛒einfache schwarze Kreuze. Oder gleich mehrere 🛒Totenschädel/Friedhof-Tattoos im Set. Auch die Wirkung von 🛒Krabbeltieren auf der Haut ist nicht zu unterschätzen. 

Wer eher große Hackebeil-Narben im Gesicht, frische OP-Wunden auf der Brust, Rasiermesserspuren am Bauch und aus dem Ohr tropfendes Blut bevorzugt, wird natürlich auch fündig: 🛒In diesem Set findest du so ziemlich jede hässliche Wunde, die du dir wünschen kannst. Hier bekommst du 🛒besonders schöne Narben und Wundnähte. 🛒Dieser künstliche Wundschorf hat so gute Bewertungen, dass wir schon angestrengt überlegen, was man die anderen 364 Tage damit anstellen könnte. 

T-Shirts für Halloween

  • Kosten: 15 – 20 Euro 
  • Aufwand: Wenig – die meistens True-Crime-Fans und Cineasten haben wahrscheinlich auch unabhängig von Halloween etwas Ähnliches im Kleiderschrank. In Sachen Vorbereitung musst du dir buchstäblich nur ein T-Shirt über den Kopf ziehen. 
  • Gruselfaktor: Naja.
(Bild: Amazon )

🛒Dieses Shirt kommt gerade richtig zur Kinopremiere von ES 2. Fans von Alien entscheiden sich wahrscheinlich eher für 🛒den Xenomorph im Bauch. Auch sehr schön: 🛒I am inside - help me

Falls du die Geisternacht lieber mit etwas Humor nimmst, ist 🛒das Serienkiller-Kostüm, diese 🛒herzerwärmende Friends-Parodie oder schlicht: 🛒"Keep calm and kill Zombies" das Richtige für dich.

Wirklich schlimme Horror-Masken für Halloween

  • Kosten: 10- 20 Euro
  • Aufwand: Gering. Ob Banküberfall, Warum-liegt-hier-eigentlich-Stroh-Momente, oder Halloween: Masken sind schnell aufgesetzt. 
  • Gruselfaktor: Hoch. 
(Bild: Amazon )

Gut für Alpträume ist zum Beispiel diese 🛒Latex-Maske. Auch nicht schlecht: eine 🛒Mumie im letzten Verwesungsstadium. Nach wie vor eine der schlimmsten Clownmasken, die zu finden ist: 🛒 der Monster-Clown.

🛒Diese Zombie-Maske liegt irgendwo an der Grenze zwischen gruselig und süß – so wie der Halloween-Filmklassiker 🛒Nightmare before Christmas

Dekoration für Halloween:

  • Kosten: Gar nicht mal so teuer und häufig auch außerhalb von Halloween verwendbar. Einiges hast du wahrscheinlich ohnehin schon zu Hause. 
  • Aufwand: Gering. Du brauchst im besten Fall noch ein wenig sparsam angewendetes 🛒Kunstblut zur Verzierung. 
  • Gruselfaktor: Top. Mit entsprechenden Gegenständen kannst du relativ einfach eine Splatter-Atmosphäre wie bei 🛒The Hills Have Eyes oder 🛒Hostel, oder Zahnarzt-Phobien wie bei 🛒Marathon-Mann raufbeschwören. 
(Bild: Amazon )

Ein Beispiel: diese 🛒Schlachterschürze aus PVC. Einfach an die Innenseite des Kleiderkastens gehängt oder schön an 🛒Eisenketten drapiert – schon entsteht eine echt verstörende Atmosphäre. Die Ketten kannst du nach ihrem Auftritt einfach in die Werkzeugkammer packen, oder für Balkon-Dekozwecke verwenden.

In Kombination mit 🛒echten Fleischerhaken wird das Bild perfekt. 

Ihr habt "ES" gesehen? Verteile einfach ein paar rote Luftballons an unerwarteten Plätzen (wie wärs unter dem Waschbecken oder in der - zugeklappten - Toilette?) bei dir zuhause, bevor die Party losgeht. 🛒Diese hier haben genau das richtige Arterien-Rot.   

(Bild: Amazon )

🛒Skalpell-Klingen aus Edelstahl bekommst du zu einem Spottpreis. Später kannst du sie zum Basteln wiederverwenden. Du verkleidest dich als Horror-Zahnarzt? Falls du keinen rostigen Bohrer zur Hand hast, könntest du dir mit 🛒diesem Mundspreizer weiterhelfen. Was man sonst immer noch gebrauchen kann: ein paar Tropfen 🛒Kunstblut oder ein 🛒Wund-Antiseptikum.

(Bild: Giphy )



Future

Einmal Spitzensport – und dann? Wenn die Karriere mit Mitte 20 einen Neuanfang braucht
Auf die Plätze, fertig, Neustart

Das Foto in der Zeitung zeigt ihren größten Moment. Gemeinsam mit zwei Olympiasiegerinnen steht die damals 21-Jährige auf dem Siegertreppchen, Blumen in der Hand, Glück in den Augen. Dritte bei einem Weltcup-Rennen im Eisschnelllauf. "Ich dachte: Wer bin ich eigentlich, dass ich hier stehe?" erinnert sich Jennifer* an diesen Moment.

Der Sport war ihr Leben. Bis sie ihn aufgeben musste. Drei Jahre nach ihrem großen Moment dachte Jennifer wieder: "Wer bin ich eigentlich?" Nur dass sie sich die Frage dieses Mal nicht im Erfolgsrausch stellte, sondern vor lauter Verzweiflung.

Den Höhepunkt ihrer Leistung erreichen Profisportler meist in ihren Zwanzigern. Mit Mitte 30 ist meist Schluss, bei vielen schon früher.

Sie alle müssen sich dann fragen, was sie sonst vom Leben wollen – und was sie können. Manche verzweifeln daran.

Weil sich bis dahin alles um den Sport drehte. Auch die Berufswahl. Denn der Sport allein reicht bei den meisten nicht mal, um den Unterhalt zu finanzieren. Weil das Verständnis im Umfeld fehlte. Weil sie niemand auf diesen Bruch vorbereitet hatte.

Auf Jennifers linkem Handgelenk steht tätowiert: "Ich hab getanzt als gäb’s keinen Morgen mehr und der Himmel hat sich langsam gedreht." Der Satz stammt aus einem Lied von Philipp Poisel und aus einer Zeit, in der sich die 28-Jährige kaum in der Lage fühlte, den Alltag zu gestalten.

Mit dreieinhalb Jahren stand sie das erste Mal auf Schlittschuhen. Später lief sie besser als die anderen Mädchen in ihrem Alter, das motivierte sie. Je mehr Siege, desto mehr Zeit investierte sie in den Sport. Sieben Jahre hintereinander gewann sie die deutsche Meisterschaft. Ihr Abitur machte sie am Sportgymnasium. Unter der Woche trainierte sie im Schnitt 20 Stunden, am Wochenende folgten Wettkämpfe, im Sommer das Trainingslager, im Urlaub Laufeinheiten mit dem Vater. "Das ist ein Kreislauf, aus dem man schwer rauskommt, wenn man sich nebenbei keine anderen Standbeine aufbaut."

Ihr gesamter Freundeskreis bestand aus Sportlerinnen. Jennifer wusste zwar, dass ihr Alltag nicht der Norm entsprach. Aber es machte sie auch stolz, zu einer Elite zu gehören. Sie sagt: "Erfolg macht süchtig."

Jennifers Lieblingsfach in der Schule hieß Sport, einen anderen Berufswunsch als Leistungssportlerin hatte sie nie. Wer nach der Schule Spitzensport betreiben und davon leben will, hat ohnehin nicht viel Auswahl. Neben dem Training zu arbeiten oder zu studieren, bedarf viel Disziplin. Auch die Unternehmen müssen flexibel sein. Stipendien sind rar, die Zahlungen niedrig. Gerade für Sportler aus Randsportarten kann die Sportkarriere zur Existenzfrage werden – wenn die Eltern nicht aushelfen können. Laut einer Studie der Stiftung Deutsche Sporthilfe liegt ihre Bezahlung weit unter dem gesetzlichen Mindestlohn. Die Stiftung setzt sich daher für mehr öffentliche Förderung ein.

Im besten Fall hat man als Sportler ein Faible für Uniformen: Viele Spitzensportler landen im dualen Ausbildungsprogramm bei der Bundeswehr, der Bundes- oder Landespolizei oder beim Zoll. 

Ein Privileg und eine Auszeichnung. Aber auch: eine der wenigen Möglichkeiten, in Deutschland Sportkarriere zu machen.

Jede der Institutionen hat ihr eigenes Förderprogramm. Die Bundeswehr hat seit 2010 rund 2500 Spitzensportler ausgebildet, bei der Bundespolizei sind es fast 700. (Kleine Anfrage im Bundestag).

Jennifer entschied sich mit 19 Jahren für die Bundespolizei. Jedes Jahr lernte sie vier Monate Theorie, von April bis Juli, die anderen Monate trainierte sie und lief Wettkämpfe. Sie erhielt ein Ausbildungsgehalt, die Polizei übernahm die Kosten für das teure Trainingsmaterial und Trainingslager. Darüber hinaus lockte die Polizei mit dem Beamtenstatus auf Lebenszeit. Mehr Sicherheit ging nicht. Im Schnitt 85 Prozent der geförderten Athleten bleiben im Anschluss an ihre Ausbildung bei der Bundespolizei. Der Rest muss sich was einfallen lassen.

Jennifer hatte nie groß darüber nachgedacht, was es bedeuten würde, Vollzeit als Polizistin zu arbeiten – schließlich hatte sie nur mit ihrer Sportkarriere geplant.

Der Abstieg sei schleichend gekommen, sagt Jennifer. Sie lief immer schlechtere Zeiten, qualifizierte sich nicht für die Olympischen Spiele in Sotschi. Im letzten Ausbildungsjahr wechselte sie noch mal den Trainer, trainierte noch häufiger und intensiver. Ihrer Bestzeit hinkte sie trotzdem drei Sekunden hinterher. Mit dem Abschluss ihrer Ausbildung, beschloss sie auch das Ende ihrer Sportkarriere.

Von einem Monat auf den anderen tauschte sie Trainingsanzug gegen Uniform. Aus der Eisschnellläuferin wurde eine Fahndungsbeamtin. "Du gehst plötzlich auf die Arbeit wie alle anderen – und verstehst nur Bahnhof."

Die Polizeiarbeit lag Jennifer nicht. Sie überführte organisierte Verbrecherbanden oder nahm Geflüchtete fest. Es sei weder ihr Ding gewesen, dominant aufzutreten, noch sich ständig gegenüber ihren männlichen Kollegen beweisen zu müssen. Die Unzufriedenheit stürzte sie in eine Identitätskrise. Sie fragte sich: "Wer bin ich, wenn ich keinen Sport mache?"

Sie bekam Schlafstörungen, Angstattacken und Depressionen mit Suizidgedanken.

Sie machte sich Vorwürfe: Was ist mit dir? Du hast doch einen Knall. "Wenn du dich dein Leben lang nur über Leistung definierst, dann verlierst du deinen Selbstwert, sobald die Leistung nicht mehr stimmt." Drei Sekunden mehr auf der Strecke – und du bist als Mensch nichts mehr wert. So dachte sie zumindest damals.