Die Schadenfreude ist groß

Wenn du 12.000 Dollar für ein Festivalticket bezahlst, dann hast du – zu Recht – hohe Erwartungen. Vor allem wenn es so angekündigt wird: Ein "lebensveränderndes Wochenende" auf einer einsamen Bahamas-Insel, die früher Drogenboss Pablo Escobar gehört haben soll

Luxusunterkunft, Haute Cuisine, Traumstrand – das "Fyre Festival", das an diesem Wochenende auf der Insel Exoma stattfinden sollte, klang wie ein Ausflug in die Timeline der reichen und schönen Instagram-Kids:

Rapper Ja Rule, der Mit-Organisator des Festivals, wollte mit dem neuen Festival dem berühmten "Coachella" Konkurrenz machen. Auf Twitter kündigte er es an mit den Worten: "Wir werden Geschichte schreiben". Nun, damit hatte er wohl recht. 

Denn das Event entwickelte sich zum größten Desaster der jüngeren Festivalgeschichte. 

Anstatt ein opulent vorbereitetes Festivalgelände erwartete die an diesem Wochenende mit dem Privatjet angereisten Gäste weder eine Unterkunft, noch etwas zu essen. Es gab noch nicht mal Bier. 

Und auch der Headliner, die Rockband Blink 182 hatte kurzfristig abgesagt – die Zweifel an den "Qualitätsstandards" der Festivalorganisation seien zu hoch. 

Immerhin gab es eine Internetverbindung – so konnte die Welt das Grauen live bei Twitter mitverfolgen. Besucher wie William Needham Finley dokumentierten das komplette Desaster auf Twitter. Ein Drama in fünf Akten:

1. Das Chaos
2. Die Behörden

Sogar das Tourismusministerium der Bahamas fühlte sich gezwungen, sich auf Twitter offiziell zu entschuldigen. Allerdings trifft die Schuld für den Schlamassel eher die Festival-Organisatoren – denn es war ein private Veranstaltung, die Behörden wollten nur assistieren. (Washington Post

Und es scheint eindeutig, dass das Event, nun, nicht ganz professionell vorbereitet war. 

Festivals, die nicht im Chaos enden, gibt es auch. So war es im vergangenen Jahr auf dem Melt:
Julia, 21: "Es ist mein erstes Mal hier. Ich bin so geflasht. Hier gibt es so viel Liebe und Frieden."
Jan, 22: "Mein Ziel für heute: nüchtern werden."
Kasia, 29, und Domenica, 28: "Mit unserem Schwan wollen wir gleich zum See. Ein bisschen paddeln und dösen."
Dennis, 26: "Das hier ist ein Bananenkrokodil. Das gabs zum Frühstück. Wir haben auch schon Yoga gemacht. Seitdem sind die Kopfschmerzen weg."
Anna, 19, und Molly, 20: "Wir lieben den Style des Geländes. Die industrielle Atmosphäre."
Johannes, 25: "Heute wird es schwierig, Schatten zu finden."
Lukas, 31: "Ich bin das vierte Mal hier und liebe elektronische Musik. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei."
Amel, 28: "Am besten waren Acid Arab, die waren einfach geil."
Claudia, 25, und John, 25: "Wir wollen auf jeden Fall noch an den See."
Alex, 22, und Annika, 23: "Kommen gerade vom Festival-Friseur, bei Alex muss die Farbe noch trocknen."
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3. Die Flucht

Irgendwann sahen offenbar dann auch die Festivalbetreiber ein, dass es so nicht weiterlaufen kann. Das Event wurde offiziell "verschoben" und die Gäste sollten mit Flugzeugen von der Insel evakuiert werden. 

Doch auch das lief nicht ganz einwandfrei. 

Die Gäste mussten laut Finley Stunden auf ihren Flug warten. Sie sollen übermüdet und ausgehungert gewesen sein. Manche sollen sogar in Ohnmacht gefallen sein.

4. Das "Happy" End

Einige wenige Besucher sollen zwar immer noch auf der Insel festsitzen – andere haben die Odyssee mittlerweile hinter sich und kommen wieder zu Kräften:

5. Der größte Verlierer

Ja Rule sagt, er sei "untröstlich" und entschuldigt sich aufrichtig. Auch wenn er dabei betont, das alles sei "nicht seine Schuld"

"Entgegen der Berichte haben wir das nicht gemacht, um Leute zu betrügen", schreibt er auf Twitter. In einem Statement versprach er den Gästen Rückerstattungen und kostenlose VIP-Tickets für das nun 2018 in den USA geplante Festival. (Billboard.com)


Gerechtigkeit

Kannst du die Bibel vom Koran unterscheiden?

Kopfabschlagen? Koran! Nächstenliebe? Bibel! Gottesfurcht? Koran! Weltfrieden? Bibel! Das Spiel könnte man ewig so fortsetzen: Der Koran, das heilige Buch der Muslime, gilt vielen als Textdokument einer totalitären Ideologie – die Bibel im Gegensatz dazu steht für einen verbindenden, positiven Glauben.

Tatsächlich sind sich beide Werke sehr ähnlich. Einen zornigen Gott findet man sowohl in der Bibel wie auch im Koran, ebenso den vergebenden und liebenden Gott. Nicht der Text bestimmt das Handeln, sondern wie ihn Gläubige interpretieren.