Letzte Minute der Nachspielzeit. Und dann das.

Noch lebt die Hoffnung: Im Spiel zwischen Iran und Spanien läuft die vierte Minute der Nachspielzeit. Spanien liegt 1:0 vorne, die Iraner wollen unbedingt noch ein Tor schießen. Sie haben bravourös gespielt, mit letzter Kraft rennen sie an, da bekommen sie noch mal einen Einwurf. 

Die Position: deutlich neben dem Strafraum; klar, jetzt muss der lange Einwurf kommen. Direkt auf den Stürmer, dann gibt es noch eine kleine Chance. Es wäre der größte Erfolg des Iran bei einer WM.

Verteidiger Milad Mohammadi nimmt sich den Ball, küsst ihn. Haut sich den Ball noch mal gegen den Kopf. Jetzt weit werfen! Anlauf: Links. Rechts.

Doch dann: Rolle vorwärts.

Wie bitte?

Ja, tatsächlich, Mohammadi macht eine Rolle vorwärts. Knapp vor der Linie stoppt er dann ab. Trabt zurück. Einwurf verweigert, wie ein Pferd vor dem Hindernis.

Aber seht selbst:

Auf Twitter wurde die Szene Tausende Male retweetet, viele Millionen Menschen sahen die Szene live im TV. Der Einwurf war nach dem Spiel das große Thema. Über Mohammadi ergoss sich die übliche Häme. Allerdings wurde auch gestaunt:

Es bleibt die Frage: Warum?

Der will ins Fernsehen kommen, vermutet der deutsche Kommentator. Vielleicht steckte allerdings doch mehr Ernsthaftigkeit dahinter. Tatsächlich gibt es eine Einwurftechnik, bei der Spielerinnen und Spieler eine Rolle vorwärts machen. So wollen sie mehr Schwung zu holen. Das sieht spektakulär aus, klappt aber sogar manchmal.

 Vielleicht hatte Mohammadi Ähnliches vor. Geklappt hat es nicht. Und er hat es gerade noch rechtzeitig eingesehen. Immerhin.


Gerechtigkeit

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