Bild: Screenshot/Fontanka Ru
Ups.

Wenn große Ereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft anstehen, werfen Unternehmen plötzlich allerhand kuriose, themenbezogene Artikel auf den Markt. Man kann dann sein Auto zu einer Deutschlandfahne umgestalten, die Kopflehnen, Seitenspiegel, Sitze in Schwarz-Rot-Gold schmücken – oder einfach direkt sein Baby:

Alle möchten sie ein bisschen Kapital aus der Fußball-Euphorie schlagen. Auch ein russisches Unternehmen hat sich für die diesjährige Fußball-WM was richtig feines überlegt: 

Eine kugelförmige Plastik-Wasserflasche im Fußball-Look. 

Es gibt nur ein Problem. Steht die Flasche nur lang genug in der Sonne, funktioniert sie ähnlich wie eine Lupe oder Glas: Das Licht wird so stark darin gebündelt, dass – wenn etwa Papier oder ein anderes, brennfähiges Material hinter dem Glas liegt – ein Feuer entfacht werden kann. 

Ups.

Die russische News-Webseite Fontanka.ru hat den Test gemacht:

Der Wissenschaftler Viktor Karasev von der St. Petersburg State University sagte im Gespräch mit Fotanka.ru, dass es für kugelförmige Flaschen ganz natürlich ist, Hitze zu konzentrieren – ideal also, um ein Feuer in Gang zu bringen. 

Das Unternehmen, "Svyatoi Istochnik’s Bottler", verteidigt die Fußball-Flasche. Ein Sprecher sagte, das Etikett der Flasche trage den Hinweis, dass die Flasche bei Raumtemperatur gelagert und von direktem Sonnenlicht ferngehalten werden soll. (The Moscow Times)

In den russischen Gesetzen soll es keine Regulierungen zu den Formen von Verpackungsmaterialien geben. Die Fußballflasche wäre demnach also ordnungsgemäß.

Na dann – mögen die Brände beginnen!

Gerechtigkeit

Ein Lkw. Eine Radfahrerin. Warum Nadine sterben musste
Wie sicher sind wir, wenn wir in der Innenstadt Rad fahren?

Die Ampel ist für beide grün: Nadine sitzt auf dem Fahrrad, Karsten G. am Steuer seines Lkw. Er will nach rechts, sie geradeaus. Er oben, sie unten. Beide rollen los. 26 Tonnen Lkw gegen die 19-jährige Nadine. Sie stirbt noch an der Unfallstelle.

Der Fahrer des Lasters, Karsten G., steht deswegen vor dem Hamburger Amtsgericht. Der Vorwurf lautet: fahrlässige Tötung.

Die entscheidende Frage: Hätte der 61-jährige G. Nadine in einem seiner fünf Spiegel bemerken müssen? Oder war das unmöglich?