Die FDP hat in den letzten Jahren selten durch gute Nachrichten von sich Reden gemacht. Seit dem Ausschied aus dem Bundestag im Jahr 2013 ging es für sie in der öffentlichen Wahrnehmung bergab.

Die neue Wahlkampagne der Freien Demokraten, die nun in Berlin läuft, punktet allerdings mit witzigen Guerilla-Aktionen und viel Galgenhumor.

Neuester Clou ist dieses Plakat vor dem Berghain:

Die FDP Berlin war nachts mit einem Plakat vor dem Club Berghain - gefällt uns ;) TL

Posted by Christian Lindner on Monday, August 29, 2016

Ein anderes Plakat am berüchtigten Bahnhof "Kottbusser Tor" wirbt mit der Zeile "Wenn Ihnen der Kotti nachts Angst macht, besuchen Sie doch mal die Grundschulen in Hellersdorf". (FDP) Die Schulen gelten als soziale Brennpunkte.

Zuvor hatten die FDP-Wahlkämpfer bereits vor dem Kanye West Popup-Store um die Stimmen der jungen Berliner geworben:

Und wofür habt ihr heute angestanden? Die Schlangen vor Kanye Wests Pop-Up-Store sind jedenfalls nichts gegen die Wartezeiten beim Bürgeramt ;-) #ZeitFürDasNächsteBerlin #agh16

Posted by FDP Berlin on Saturday, August 20, 2016


Ein anderes Highlight war dieses fahrende Plakat in London, das nach dem Brexit die wirtschaftsstarken Start-Ups aus der britischen Metropole nach Deutschland locken sollte:


Klar, man kann von der FDP halten, was man will. Und die Fehler der Vergangenheit macht auch eine nette Plakatkampagne nicht wett. Trotzdem hat die FDP hier etwas richtig gemacht, was andere Parteien mit ihren Plakaten nicht geschafft haben: Positive Aufmerksamkeit erregt. Ob das für die fünf Prozent reicht?

Noch mehr zum Wahlkampf auf bento:

Und auch in Mecklenburg-Vorpommern, wo eine Woche vorher am 5. September gewählt wird, versuchen es die Parteien mit Plakaten. Viele davon sorgen aber eher für Kopfschütteln:

1/12

Lass uns Freunde werden!


Fühlen

Diskriminierung im Alltag: "Also bist du gar keine Deutsche!"

"Du sprichst aber schon gut Deutsch." Diesen Satz müssen sich viele junge Menschen mit Migrationshintergrund immer wieder anhören. Und das, obwohl sie in Deutschland geboren sind und die Sprache perfekt beherrschen.

Deutschland gilt zwar mittlerweile als relativ liberales Einwandererland, jeder fünfte Deutsche hat ausländische Wurzeln. Doch deren Alltag sieht oft anders aus. Sie haben Probleme, einen Job zu finden, kommen nicht in Clubs rein oder werden wegen ihres Kopftuchs schräg angesehen.

Hier erzählen vier junge Menschen, wann sie sich im Alltag diskriminiert gefühlt haben.