Mia san mimimi

Eigentlich ist eine Pressekonferenz des FC Bayern München nichts, was jemanden einen ganzen Nachmittag lang unterhalten kann. Heute war das anders: Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic haben sich am Nachmittag auf ein Podest gesetzt – und es den Journalisten mal so richtig gegeben. Zumindest Rummenigge und Hoeneß taten das, Salihamidzic durfte nicht wirklich viel reden.

Dazu muss man wissen:

Die vergangenen Wochen waren für den FC Bayern nicht einfach – in der Bundesliga läuft es nicht so gut, die Champions League sieht auch nicht viel besser aus. Der holprige Saisonstart des Rekordmeisters sorgte vor allem in den Medien für viel Erstaunen und teilweise auch für Spott

Die Verantwortlichen beim FC Bayern finden das aber unfair. Und lederten also los, so wie früher quasi. Nur übertrieben die Bayern-Bosse es dieses Mal so sehr mit der Selbstherrlichkeit, dass ihre Sätze nicht mehr viel mit der Realität zu tun hatten. Es wurde richtig peinlich.

Für diejenigen, die diese fragwürdige Pressekonferenz vom FC Bayern München verpasst haben, gibt es hier die besten Zitate.

1 Karl-Heinz Rummenigge über den FC Bayern:

"Ein sehr strahlender und sehr leuchtender Stern am Firmament."

2 Manager Hasan Salihamidzic zur Kritik von Stefan Effenberg:

"Effenberg ist beim Fernsehen und ich beim FC Bayern."

3 Auf die Frage, wieso er nicht zeigt, dass er zu Trainer Niko Kovac steht:

"Wir müssen uns doch nicht öffentlich ein Küsschen geben. Die Bundesliga ist doch keine Dschungelshow!"

4 Karl-Heinz Rummenigge zur Kritik an Spielern des FC Bayern:

"Ich möchte vielleicht in diesem Zusammenhang mal daran erinnern, an Artikel 1 des Grundgesetzes. Da heißt es: Die Würde des Menschen ist unantastbar."

"Mit dem heutigen Tag werden wir unsere Spieler, unseren Trainer und auch den Klub schützen."

"Wir werden uns mit diesem Tag diese herabwürdigende, hämische, faktische Berichterstattung nicht mehr bieten lassen."

5 Das mit dem Schutz gilt aber übrigens nicht für ehemalige Spieler des Vereins, wie zum Beispiel Juan Bernat, für den Uli Hoeneß folgende Worte übrig hat:

"Als wir in Sevilla gespielt haben, war er ALLEINE dafür verantwortlich, dass wir fast ausgeschieden waren. Und an DEM Tag ist entschieden worden, dass wir ihn abgeben. Weil er uns fast die ganze Champions League gekostet hat. Das Wohl und Wehe des FC Bayern München hängt nicht von Juan Bernat ab."

6 Hoeneß zu seiner Kritik an Özil:

"Ich hätte nicht 'Dreck' sagen dürfen, sondern 'Mist'."

Die peinlichste Pressekonferenz aller Zeiten?

Der Meinung sind jedenfalls zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer auf Twitter. Sie waren sich schnell einig: Diese Pressekonferenz ist kaum zu übertreffen.

Das sind die besten Reaktionen auf Twitter:

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Hier könnt ihr euch die komplette Pressekonferenz anschauen:


Today

Müssen wir wirklich alle unseren Namen vom Klingelschild entfernen?
Die Sache ist dann doch nicht ganz so einfach.

Müssen unsere Namen von unseren Klingelschildern entfernt werden? Stehen bald nur noch Nummern an unseren Briefkästen? 

Das könnte denken, wer die alarmistische "Bild"-Schlagzeile vom Donnerstag liest: "Datenschutz-Irrsinn: Unsere Klingelschilder sollen weg!" In Wien hatte ein Mann erfolgreich geklagt, weil seine Privatsphäre nicht genügend geschützt sei, wenn sein Name auf dem Klingelschild stehe. Darum müssen nun in Wien 220 000 Klingelschilder anonymisiert werden. (SPIEGEL ONLINE)