Ho, ho, hüäähh!

Bei Kindern löst der Gedanke an den Weihnachtsmann oft funkelnde Augen aus.

Aber nicht alle Kinder freuen sich darüber, den Weihnachtsmann besuchen zu dürfen.

In den USA gibt es die Tradition, dass Kinder mit dem Weihnachtsmann Fotos machen können. Die Kinder sitzen meist auf dem Schoß des Santa-Claus-Doubles, häufig finden diese Foto-Shootings in Einkaufszentren statt. 

Die amerikanische Moderatorin Ellen DeGeneres hat ihre Zuschauerinnen und Zuschauer dazu aufgefordert, ihr unter dem Hashtag #ellenratemysantaphoto solche weihnachtlichen Kinderbilder zuzusenden. Das Prinzip baut auf Ellens Show-Rubrik "Ellen Rate My Baby" auf, in der sie Fotos von Zuschauer-Kindern auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet.

Das hat die Moderatorin auch mit Kinder-Weihnachtsbildern vor. 

Statt strahlendem Kinderlachen sind auf dem neuen Beispielfoto aber lange Mienen zu sehen.

Die zwei Kleinen weinen, der Mann mit dem Rauschebart versucht, sein Lächeln tapfer aufrecht zu erhalten.

It’s that time of year! Got a photo like this? I wanna see it. #EllenRateMySantaPhoto

Posted by Ellen DeGeneres on Monday, December 3, 2018

Die Zwei sind nicht die einzigen Kinder, die das Treffen auf den Weihnachtsmann nicht so witzig finden. 

Diese Jungs finden das Fotoshooting richtig doof. Die Gedanken des Weihnachtsmanns: "Wenigstens haben sie es probiert." Zumindest schreiben das die Eltern im Tweet dazu. 

Dieser Santa Claus versucht, die kleine Besucherin noch zu beruhigen. Er scheitert kläglich.

Finger auf die Lippen legen. Das tröstet Kinder natürlich immer. Die Mutter schreibt im Tweet, dass Santa Claus wohl nicht so der Lieblingsmensch ihrer Tochter sei. Oh Wunder.

Diese beiden Brüder sind geteilter Meinung zum Bild mit dem Weihnachtsmann.

Der eine brüllt, der andere versucht, sein Lächeln irgendwie zu behalten. Bei der grimmigen Miene, die dieser Weihnachtsmann macht, würde wohl jeder heulen. Auch im Erwachsenenalter.

Dieses Mädchen war erst frohen Mutes. Dann fand sie den Mann, auf dessen Schoß sie saß, aber irgendwie komisch.

Diesen Weihnachtsmann-Besuchern ging es wohl ähnlich. 

Ho, ho, hüääähhh!

Mama versucht vom Shooting-Set zu flüchten. Da hat sie die Rechnung aber nicht mit ihrem Sohn gemacht.

Und der Santa-Ersatz so: Facepalm.

Diese armen Schwestern sehen aus, als hätte man sie mit Knecht Ruprecht in die Geisterbahn gesetzt. 

Traumatisiert fürs Leben. 

Es geht aber noch eine Stufe fieser: Diese Mutter hat ihre Tochter zum Grinch gebracht. Und sie dabei fotografiert.

Ob diese Kinder einen Schock fürs Leben mitnehmen, Weihnachten bis an ihr Lebensende hassen oder eine Abneigung gegen weiße Rauschebärte entwickeln werden – man weiß es nicht.

Vielleicht hätte die Erkenntnis, dass es gar keinen Weihnachtsmann gibt, auch gereicht, um die Kinder zu verstören. Aber so kommen sie wenigstens noch mal ins Fernsehen. Vielleicht.


Grün

Dein Kunstpelz könnte echt sein: So erkennst du, ob Blut an deinem Kragen klebt

Regen und Temperaturen um die null Grad bedeuten in Deutschland: Modegeschäfte räumen die letzten, einsamen Übergangsjacken aus den Fenstern – und tauschen sie gegen dicke Mäntel, Schals und Boots. Auch in diesem Jahr sind viele davon mit Pelz versehen: als Bommel auf der Mütze, Kragen an der Kapuze oder als Native-Applikation am Stiefel. 

Kunstpelz, denken da viele, denn erstens wollen jetzt sogar Luxusmarken wie Chanel auf Tierfell verzichten (SPIEGEL ONLINE), weil viele Verbraucher kein Symbol für leidende Tiere spazierentragen wollen – und zweitens, weil Hersteller ja verpflichtet sind, auf den Etiketten anzugeben, welche Stoffe in einem Kleidungsstück verarbeitet wurden. 

Doch gerade beim "Kunstpelz" zeigt sich, dass die Angaben regelmäßig falsch sind. Eine Studie von Stiftung Warentest warnte schon 2016, dass echter Pelz immer wieder als Kunstpelz verkauft wird. 

"Das Fell des Marderhunds aus chinesischen Farmen ist oft billiger oder zumindest genauso billig wie Kunst­fell", sagt die Biologin Lea Schmitz vom Deutschen Tier­schutz­bund. Daher werde oft Echt­fell verwendet, ohne dass der Käufer darüber aufgeklärt wird. (Stiftung Warentest)

Das kommt nicht gerade selten vor: Eine Stichprobe des Tierschutzvereins "Vier Pfoten" in Hamburg und München zeigte vergangenes Jahr, dass 44 von 49 Teilen falsch deklariert waren. (GEO)

In Halle, Braunschweig und Wiesbaden zogen Ende November in dem Zusammenhang deswegen als Polizisten verkleidete Tierschützer des sogenannten Tierschutzbüros durch die Innenstädte. Sie erklärten Kunst- und echten Pelzträgern, woraus ihre Mode gemacht ist. Schon 2017 sorgte die Aktion für Aufsehen, am Ende ermittelte die Polizei gegen die Aktivisten. (SPIEGEL ONLINE)

Was ist gegen Pelz einzuwenden?

Etwa zwei Drittel der Deutschen wollen keinen echten Pelz tragen, fand 2017 eine Studie der Uni Ravensburg heraus. Die Pelzindustrie hat den Ruf, Tiere besonders schlecht zu behandeln. 

Nicht ohne Grund, denn da die Pelze bei der Schlachtung nicht beschädigt werden sollen, werden Tiere auf teils grausame Art und Weise getötet: Mit Eisenstangen erschlagen oder durch Elektroden im Anus von innen gekocht. (NDR)

Da die Tiere meist nicht gegessen werden, werden hygienische oder gesundheitliche Probleme bei der Haltung der Tiere ignoriert. Undercover-Aufnahmen der Tierschutzorgansation PETA zeigten chinesische Farmen, in denen Tieren die Haut bei lebendigem Leib abgezogen wird. Ein rein chinesisches Problem ist das nicht: 2014 geriet ein spanischer Zulieferer von Luxusmarken in die Kritk, nachdem Kaninchen lebendig gehäutet und anschließend auf dem Müll geworfen wurden. (Zeit Online)

Trotz solcher Horror-Meldungen ist das Geschäft mit Pelz in Deutschland seit Jahrzehnten stabil: Seit den 1990ern liegt der Umsatz jährlich bei etwa einer Milliarde Euro, wie das wirtschaftsnahe "Deutsche Pelzinstitut" angibt. Weltweit hat sich der Umsatz der Pelzbranche an der Börse allein zwischen 2010 und 2015 verdreifacht. (SPIEGEL ONLINE)