Bild: Mark Wilson/Getty Images & imago/ZUMA Press

Donald Trump war in Tupelo, Mississippi, der Geburtsstadt von Elvis Presley, und hat eine Rede gehalten. So weit, so gewöhnlich. Wie es sich für einen Präsidenten gehört, der gerade nicht in Washington, D.C., ist, stellte er in seiner Rede einen Bezug zu seinem aktuellen Aufenthaltsort her – und wenn das ein persönlicher Bezug ist, kommt das umso besser bei den Menschen an. 

Im Fall von Donald Trump und Tupelo war der Bezug natürlich der legendäre Elvis Presley (CNN).

Es klingt vielleicht eingebildet. Abgesehen von den blonden Haaren, sagte man mir früher, würde ich wie Elvis aussehen.
Donald Trump

Hier im Video:

Okay, und hier mal ein Vergleich:

Links: Donald Trump im Jahrbuch der New York Military Academy 1964. Rechts: Elvis Presley, ca. 1957 in Hollywood

(Bild: imago: ZUMA & Cinema Publishers Collection)

Man muss es vielleicht sehen wollen, aber gut. Auf jeden Fall sind beide schwarz-weiß. Und wenn er behauptet, dass ihm das früher gesagt wurde... 

Für Twitter zumindest ist die Aussage Donald Trumps ein gefundenes Fressen.

Auch wenn Trump es offensichtlich im Scherz gesagt hat: Gibt es eine schönere Steilvorlage? Kaum.

Vielleicht konnten die Menschen in die Zukunft sehen und meinten den späten Elvis, als sie Trump mit ihm verglichen? 

"Was ihm keiner gesagt hat: Sie meinten den auf der Bühne furzenden, vier Erdnussbutter-Bacon-Banane-Sandwiches auf einmal essenden und auf seinen Fernseher schießenden Elvis..."

"Es ist natürlich eine seiner narzistischen Lügen. Aber irgendwie sieht er dem 1970er-Elvis wirklich etwas ähnlich."

"Menschen (er meint: Stimmen in seinem Kopf) sagten ihm, er sah aus wie ein junger Elvis. Mhhmmm."

"Trump würde höchstens aussehen wie Elvis, wenn er auf der Toilette sterben würde."

Jimmy Fallon schrieb gleich einen ganzen Song dazu:

Wenn Elvis sich doch nur gegen diese Behauptung von Donald Trump wehren könnte...

Auch Sci-Fi-Legende George Takei wurden viele Dinge gesagt...

"Trump sah früher aus wie Elvis? Genau: Und abgesehen vom Haarschnitt sah ich als Erwachsener aus wie John Lennon. Oder war es Yoko?"

Mit der richtigen Frisur sieht jeder aus wie Elvis – die Frage ist nur, ob der frühe oder der späte Elvis.

"Trumps Aussage stimmt, bis auf den Punkt, dass er dick, rothaarig und ein Militärdienstverweigerer war. Aber abgesehen davon sind sie eineiige Zwillinge." (Anmerkung: Auf dem Bild ist übrigens Wayne Cochran zu sehen, das ist kein Photoshop)

Der Vorwurf wiegt schwer: 

"Mr. Trump, ein GEWALTIGER Unterschied zwischen Ihnen und Elvis fällt mir schon ein: Als Elvis von seinem Land zum Militärdienst gerufen wurde, ist er hingegangen."

"Elvis Presley wurde auf dem Höhepunkt seiner Karriere eingezogen und hat zwei Jahre in der Armee verbracht. Donald Trump wurde fünf Mal verschont und hat bis heute nicht unsere Soldaten im Kriegsgebiet besucht. Ja, sie sind quasi die selbe Person."

Die Suche nach den Menschen, die das damals zu Trump gesagt haben, geht auf jeden Fall weiter.


Gerechtigkeit

Seehofer sucht die große Versöhnung mit den deutschen Muslimen
Seine drei wichtigsten Sätze aus der Islam-Konferenz – und was er damit meint.

Für Innenminister Horst Seehofer gehörte der Islam lange Zeit zu den größten Problemen des Landes. 

Dass er nicht zu Deutschland gehöre, stellte er gleich zu Beginn seiner Amtszeit noch mal fest – obwohl niemand danach gefragt hatte (bento). Und den Umgang mit dem Thema Migration bezeichnete Seehofer als die "Mutter aller Probleme", kurz nachdem Geflüchtete aus einem mehrheitlich muslimischen Land einen Deutschen getötet hatten (bento).

Nun hat Horst Seehofer die Deutsche Islam-Konferenz in Berlin eröffnet – und schlug vor den versammelten Muslima und Muslimen plötzlich versöhnliche Töne an.

In einer Grundsatzrede machte er sich Gedanken, wie ein "deutscher Islam" aussehen könnte. Und erteilte islamophoben Hetzern eine Absage.

Die wichtigsten Sätze – und was sie bedeuten:

1 "Muslime gehören zu Deutschland!"

Und sie hätten "selbstverständlich die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten wie jeder hier in Deutschland", sagt Seehofer. Es ist zwar seltsam, das noch mal extra betonen zu müssen – aber Seehofer will damit eine Brücke schlagen. 

Muslime dürften hierzulande nicht ausgegrenzt werden, sollen sich aber auch selbst nicht abwenden und stattdessen um Integration bemühen, so die Botschaft.