Als am Dienstag plötzlich die Hashtags #MarioKart und #Toad auf Twitter trendeten, freuten sich die Nintendo-Fans. Endlich wird ihren Lieblingsthemen wieder Aufmerksamkeit geschenkt – juhu! 

Entsprechend fröhlich war auch der Post eines Nintendo-Magazins:

Die Geschichte könnte hier zu Ende sein, doch kurz darauf merkten die Leute, dass da doch keine Videospielfans ihre Liebe kundtaten – sondern etwas ganz anderes passierte. Es hatte mit einem prominenten Penis zu tun.

Was war da los? 

Die Pornodarstellerin Stormy Daniels hat am Dienstag Auszüge aus ihrem Buch "Full Disclosure" vorgestellt, indem sie auch ihre sexuelle Beziehung zum US-Präsidenten Donald Trump beschreibt. Der Guardian veröffentlichte die ziemlich grafischen Textpassagen.

Eine davon lautet übersetzt: 

Ich lag da und ärgerte mich, dass ich von einem Typen gefickt wurde, der Yeti-Schamhaare und einen Schwanz wie der Pilz-Charakter aus Mario Kart hat.
Stormy Daniels

Ob die Beschreibung moralisch oder biologisch korrekt ist, sei mal dahingestellt. Die Menschen auf Twitter rasteten natürlich trotzdem vollkommen aus und nutzen die unschmeichelhafte Beschreibung für allerlei Häme.

Menschen liefen (angeblich) kostümiert auf Trumps Wahlveranstaltungen auf:

Auch, wenn sich nicht jeder über die Bilder im Kopf freut...

Hat hier jemand Funghi bestellt? 😬


Nur einer blieb verdächtig still:

Beim Nintendo-Magazin nahm man es – neben etwas Praktikantenbashing – gelassen: 

Warum hat Daniels überhaupt ein Buch über den Präsidentenpenis veröffentlicht?

Dahinter steckt ein langer Rechtsstreit, der mit einvernehmlichem Sex der beiden begonnen haben soll – bereits wenige Monate nach der Geburt von Trumps Sohn Barron. 

  • Schon 2011 erzählte Stormy Daniels, im wahren Leben Stephanie Clifford, die Geschichte für 15.000 US-Dollar einem Magazin. Also lange vor der US-Wahl. Sie wurde aber nie gedruckt, weil Trumps Anwalt Michael Cohen dem Medium mit einer Klage drohte. 
  • Außerdem sollen Clifford und ihre Tochter von einem Mann bedroht worden sein.
  • Kurz vor der US-Wahl 2016 legte Trumps Anwalt Clifford eine Stillschweigevereinbarung vor: Für die Unterschrift sollte sie 130.000 US-Dollar erhalten. Sie unterschrieb elf Tage vor der Wahl. Das Geld soll möglicherweise aus Wahlkampfmitteln stammen. 
  • 15 Monate später kam die Geschichte doch ans Licht. Cliffords ehemaliger Anwalt und Michael Cohen sollen sie daraufhin unter Druck gesetzt haben, die Affäre zu Trump in einem Statement zu leugnen. Das tat sie.
  • Lange leugneten Trumps Rechtsberater die Vorwürfe, Clifford unter Druck gesetzt oder überhaupt nur bezahlt zu haben. Außerdem soll Trump von nichts gewusst haben. 
  • Im Mai 2018 wechselte allerdings Trumps Anwalt – und der neue, New Yorks Ex-Bürgermeister Rudi Giuliani, gab viele der Vorwürfe gegen das alte Anwaltsteam zu. Eine FBI-Ermittlung läuft noch. (bento)

Fühlen

Tom ist Nesthocker: Warum wohnt man mit 28 noch bei Mama und Papa?
Liegt's an der gebügelten Wäsche? Dem Essen?

Im Regal stehen ein Pokal vom Beer-Pong-Turnier, Bayern-München-Fanartikel und ein paar Flaschen Alkohol. Daneben steht ein 90-Zentimeter breites Bett, ein Schreibtisch, ein Window-Color-Bild am Fenster. Auf diesen zwölf Quadrametern wohnt der 28-jährige Tom im Haus seiner Eltern in einem Dorf in Niedersachsen. Tom arbeitet als Elektriker. Eine eigene Wohnung hat er nicht.