Bild: imago/Michael Reynolds
Ihr Urteil: Note 4

So viel wissen wir: US-Präsident Donald Trump gibt keine literarisch wertvollen Sätze von sich.

Sogar seine Mitarbeiter, die bisweilen einen Tweet für ihn absetzen, passen sich angeblich an seine orthographischen Eigenheiten an. Dazu gehören offenbar ein inflationärer Gebrauch von Ausrufezeichen sowie Sätze, die im Nichts enden, oft verbinden sie völlig unzusammenhängende Ideen. (Mashable

Die pensionierten Lehrerin Yvonne Mason hat genug davon. Sie hatte dem Weißen Haus nach dem Amoklauf im Februar an der Stoneman Douglas High School in Florida einen Brief geschrieben. Die Antwort der Weißen Hauses war grammatikalisch so gruselig, dass die Lehrerin direkt zum roten Stift griff.

Den korrigierten Brief, mit Trumps Unterschrift darauf, veröffentlichte sie auf Facebook: 

Got a letter from Mr. Trump. Will be returning it tomorrow.

Gepostet von Yvonne Mason am Montag, 14. Mai 2018

"Habe einen Brief von Herrn Trump bekommen. Schicke ihn morgen wieder zurück", steht unter dem Post. Mason ist natürlich klar, dass der Brief höchstwahrscheinlich von einem Mitarbeiter des US-Präsidenten geschrieben wurde. Da er aber seine Unterschrift trage, lies sie sich diesen Spaß dennoch nicht nehmen.

Mason hatte 17 Jahre lang als Englischlehrerin an einer öffentlichen Schule in South Carolina gearbeitet. "Noch nie habe ich einen Brief mit so vielen unsinnigen Fehlern bekommen", sagt sie in einem Interview mit "The Greenville", das auf USA Today erschienen ist. 

Unter anderem kritisierte sie, dass Wörter großgeschrieben worden seien, obwohl das Gegenteil richtig wäre. Der Brief sei redundant und der Fokus fehle. Mason hatte Trump vorgeschlagen, die Eltern der Opfer des Amoklaufes persönlich zu treffen. Die Antwort geht auf ihre Aufforderung gar nicht ein, sondern bezieht sich ganz allgemein auf Sicherheit an Schulen. (USA Today)

(Bild: Facebook/Yvonne Mason)

"Hätte ich diesen Brief von einem High-School-Schüler bekommen, hätte ich ihm eine 4 gegeben", sagt Mason. Ein Armutszeugnis für das Weiße Haus. Auf Presseanfragen amerikanischer Medien zu dem Fall haben Trumps Mitarbeiter nicht reagiert. 


Sport

Loris Karius – wer ist der Mann mit dem Flutschfinger und dem außergewöhlichen Namen?
Der Fußballer ist viel mehr als seine zwei Patzer.

Mal ehrlich: Wem von uns ist nicht schon mal ein saublöder Fehler unterlaufen? Journalisten fallen auf Aprilscherze rein, der Friseur schneidet die Haare viel zu kurz, Ärzte verwechseln Patientenakten (und merken es hoffentlich rechtzeitig) – und Torhüter Loris Karius vom FC Liverpool hat eben den Ball nicht gefangen, beziehungsweise ihn dem falschen Spieler vor die Füße geworfen. 

Sowas passiert! Nur eigentlich nicht in einem Champions-League-Finale.

Deshalb muss sich Loris Karius, 24, von Experten anhören, dass seine Karriere nun zu Ende sein könnte. Menschen feinden den Torwart des FC Liverpool auf Social Media an.