Bild: dpa/Fredrik Von Erichsen
Alle Bierportionen, die größer als 0,2 Liter sind, findest du eklig.
Dein Blick, wenn Norddeutsche, Ostdeutsche oder Süddeutsche meinen, Rheinland und Ruhrgebiet wären das gleiche.
(Bild: Giphy)
Wenn Nicht-Rheinländer versuchen, deinen Dialekt nachzuahmen, klingen sie immer wie Horst Schlämmer.
In deiner Kindheit hast du eigentlich nur in Holland Urlaub gemacht. Du machst auch jetzt gerne noch Urlaub in Holland.
Dein erstes Festival war das Summerjam.
Und das erste Mal richtig Gas gegeben hast du auf der A555 zwischen Bonn und Köln.
Eine Autobahnausfahrt ist in deiner Heimat immer innerhalb von zehn Minuten zu erreichen. Dafür ist allerdings auch immer Stau.
Während deines Studiums hattest du aber gar kein Auto, sondern lebtest im RE 1 (Aachen – Köln – Düsseldorf – Essen – Dortmund).
Alle paar Monate fährst du entweder nach Bonn zum Haribo-Fabrikverkauf oder nach Aachen zum Lindt-Fabrikverkauf, weil du denkst, du sparst dort Geld.

Dann kaufst du aber so viel, dass du eigentlich noch viel mehr Geld ausgibst.
Wenn du jung und verknallt bist, stellst du deinem Schwarm einen Maibaum in den Garten.
Du wächst schon mit dem Gebot zur Toleranz auf und erinnest dich auch später in Konfliktsituationen oft an diesen in Stein gemeißelten Satz: Jede Jeck is anders!
Wo wir schon beim Karneval sind: Deine Reaktion, wenn du auf einer Hochzeit in Sachsen "Viva Colonia" hörst:
(Bild: Giphy)
Dabei sind Anblicke wie diese für dich eigentlich völlig normal.
Karneval findest du zwar manchmal eklig und anstrengend, du betrachtest es aber als deine verdammte Pflicht, mitzumachen.
"Sind bei euch an Karneval auch alle verkleidet?"
(Bild: Giphy)
Wenn du im Rheinland bist, pflegst du die Feindschaft zwischen Köln und Düsseldorf. Wenn du im Exil auf jemanden aus der anderen Stadt triffst, kommt es zur Verbrüderung.
Wenn du den Dom siehst, geht dein Herz auf. Auch wenn du nicht aus Köln kommst.

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